Bremen befindet sich aktuell in einer Phase mäßiger Trockenheit, wie die neuesten Daten des UFZ Dürre-Monitors vom 4. Mai 2026 zeigen. Während große Teile Ostdeutschlands von schwerer bis außergewöhnlicher Dürre betroffen sind, weist das Stadtgebiet Bremen gelbe Farbtöne auf, die auf eine angespannte Bodenfeuchtesituation hindeuten.

Die Dürrekarte des UFZ Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt ein deutliches West-Ost-Gefälle: Während Bremen und das westliche Niedersachsen noch überwiegend gelb eingefärbt sind, leiden Teile Sachsen-Anhalts, Brandenburgs und Sachsens unter extremer Dürre mit tiefroten Markierungen. Besonders dramatisch ist die Situation in Mitteldeutschland, wo der Soil Moisture Index bereits außergewöhnliche Trockenheit anzeigt.
Die Niederschläge der vergangenen Woche mit durchschnittlich 11,8 Millimetern haben die Bodenfeuchtesituation in Bremen leicht entspannt, reichen aber nicht aus, um die tieferen Bodenschichten nachhaltig zu durchfeuchten. Die für die nächsten drei Tage erwarteten 8,5 Millimeter Niederschlag bei moderaten Temperaturen um 17 Grad können die oberflächennahen Bodenschichten befeuchten, werden jedoch kaum Auswirkungen auf die tieferliegenden Wurzelzonen haben, die für eine langfristige Entspannung der Dürresituation entscheidend sind.
Für die Landwirtschaft in der Region bedeutet die aktuelle Situation eine erhöhte Bewässerungsnotwendigkeit, insbesondere bei wasserbedürftigen Kulturen. Auch städtische Grünflächen und Bäume stehen unter Stress, was eine angepasste Bewässerung erforderlich macht. Die Wasserversorgung ist zwar noch nicht gefährdet, doch sollte der sorgsame Umgang mit Wasser bereits jetzt praktiziert werden.
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