Bundespolizei Chemnitz: Georgier abgeschoben und Slowake in Haft – Fehlalarm am Hauptbahnhof

(Symbolbild)

Die Bundespolizei Chemnitz hatte zwischen dem 8. und 10. Mai intensive Einsätze an den Grenzübergängen und am Hauptbahnhof zu bewältigen. Dabei wurden unter anderem ein Georgier abgeschoben, ein Slowake verhaftet und eine Deutsche wegen Missbrauchs der Brandmeldeanlage angezeigt.

Am 9. Mai gegen 8:45 Uhr kontrollierten die Beamten einen Kia mit tschechischer Zulassung am Grenzübergang Bärenstein. Als Beifahrer entdeckten sie einen 28-jährigen Georgier, gegen den seit Februar 2024 ein Einreise- und Aufenthaltsverbot bis 2028 bestand. Wegen eines Strafverfahrens wegen unerlaubter Einreise war er bereits abgeschoben worden. Die Polizei brachte ihn am 10. Mai in den Morgenstunden über den Flughafen Berlin erneut außer Landes. Gegen die tschechische Fahrerin ermitteln die Beamten nun wegen Beihilfe zur unerlaubten Einreise.

Vom 8. bis 10. Mai registrierte die Bundespolizei am Grenzübergang Reitzenhain insgesamt 28 Fahndungstreffer. Der auffälligste Fall war ein 35-jähriger Slowake, der von den slowakischen Behörden zur Festnahme ausgeschrieben war. Die Polizei lieferte ihn am 9. Mai in die JVA Leipzig ein. Bei seiner Durchsuchung stellten die Beamten eine aufgezogene Spritze mit Pervitin sicher. Gegen ihn läuft nun ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Ein 43-jähriger Tscheche musste 655 Euro Strafe zahlen oder vier Tage Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen. Er konnte den Gesamtbetrag aufbringen und seine Reise fortsetzen.

Am Chemnitzer Hauptbahnhof meldete sich ein 35-jähriger Deutscher wegen Unterleibsschmerzen. Eine Routinefahndung ergab einen Strafvollstreckungshaftbefehl gegen ihn über 361 Euro. Nachdem er die Geldstrafe beglichen hatte, brachte ihn ein Notarzt wegen seiner Beschwerden ins Krankenhaus an der Flemmingstraße.

Am 8. Mai gegen 7:30 Uhr löste jemand mutwillig die Brandmeldeanlage am Hauptbahnhof aus, indem er einen Brandmelder im Bereich des Tunnelausgangs zur Bahnhofstraße einschlug. Die Bundespolizei räumte sofort den Hauptbahnhof, die Feuerwehr erreichte bereits fünf Minuten nach Alarmauslösung den Bahnhof. Über die installierte Videotechnik identifizierten die Beamten die Verursacherin und stellten sie kurze Zeit später am Bahnhof. Die 49-jährige Deutsche muss sich nun wegen Missbrauchs von Notrufen und Vortäuschens einer Hilfsbedürftigkeit verantworten. Die Feuerwehr gab den Bahnhof bereits um 17:45 Uhr wieder für den öffentlichen Personenverkehr frei.

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