Einsatzreiche Nacht in Dresden: Turmfalke gerettet, Heckenbrand gestoppt, mehrere Mülltonnen angezündet

© Feuerwehr Dresden Einsatzkräfte nehmen mit Wasser und Löschschaum die Brandbekämpfung auf.

Die Feuerwehr Dresden war am 30. und 31. Mai 2026 zu insgesamt 33 Einsätzen unterwegs – zwölf Brandeinsätze, 20 Hilfeleistungen und ein Fehlalarm einer automatischen Brandmeldeanlage. Parallel wurden die Rettungsdienste 257-mal alarmiert, das höchste Einsatzaufkommen seit Wochenbeginn.

In der Nacht mussten die Einsatzkräfte nahezu pausenlos von einer Einsatzstelle zur nächsten fahren. Zu den ungewöhnlichsten Einsätzen gehörte die Rettung eines Turmfalken an der St.-Martins-Kirche in der Stauffenbergallee. Am Donnerstag um 10:48 Uhr informierten Passanten die Feuerwehr über den offensichtlich hilflosen Vogel. Das Tier hatte sich in 15 Metern Höhe mit einem Bein zwischen einem Blitzableiter und dem Dachblech eingeklemmt. Mit einer Drehleiter und Absturzsicherung gelang es vier Einsatzkräften, den Greifvogel schonend zu befreien und in eine Wildvogelauffangstation zu bringen.

Am Wiener Platz benötigte ein 62-jähriger blinder Mann die Hilfe der Feuerwehr, nachdem ihm ein Teil seines Blindenstocks in einen Lichtschacht vor einem Hotel gefallen war. Die sechs Einsatzkräfte entfernten die Abdeckung und bargen den für seine Orientierung unverzichtbaren Stock mit einem Steckleiterteil.

Deutlich dramatischer verlief ein Heckenbrand in der Weidentalstraße in Cotta am Donnerstag um 18:11 Uhr. Eine etwa zwei Meter hohe Koniferenhecke stand auf 15 bis 20 Metern Länge in Flammen, zusätzlich brannten mehrere Stellen im angrenzenden Gehölz- und Baumstreifen entlang des Weidigtbaches. Begünstigt durch Wind und große Mengen an Pappelsamen breitete sich das Feuer rasch aus. Noch vor Eintreffen der Feuerwehr bemerkte die Besatzung eines zufällig vorbeifahrenden Notarzteinsatzfahrzeugs die Gefahr und leitete mit einem 10-Kilogramm-Pulverlöscher erste Löschmaßnahmen ein. Dadurch konnte eine Ausbreitung auf das nahe Wohnhaus und benachbarte Fahrzeuge wirksam verzögert werden. 25 Einsatzkräfte brachten das Feuer schließlich unter Kontrolle.

In der Nacht zum Sonntag ereigneten sich binnen weniger Stunden drei verdächtige Brände von Mülltonnen im Bereich des Alaunparks. Um 0:04 Uhr brannten mehrere Mülltonnen im Bischofsweg, um 0:26 Uhr nur wenige Wohnhäuser entfernt weitere Tonnen und um 1:08 Uhr ein Müllbehälter auf dem Alaunplatz. Durch das schnelle Eingreifen von zwölf Einsatzkräften wurde eine Ausbreitung auf benachbarte Gebäude verhindert. Die Polizei ermittelt zur Brandursache.

Ebenfalls in der Nacht brannte ein 2,7 Tonnen schwerer Minibagger auf einer Baustelle an der Radeberger Straße völlig aus. Das Feuer griff auf einen daneben abgestellten Anhänger über. Wegen austretender Hydraulikflüssigkeit setzten die 16 Einsatzkräfte Schwerschaum ein. Mit Tagesanbruch übernahmen Brandursachenermittler der Kriminaltechnik die Untersuchungen.

Der Rettungsdienst musste in 67 Fällen einen Notarzt hinzuziehen und führte 51 qualifizierte Krankentransporte durch. Der Rettungshubschrauber war fünfmal im Einsatz.

» Weitere Polizeimeldungen