Bundesweite Kontrollaktion deckt zahlreiche Verstöße auf Schiffen auf – Hamburg zieht 23.950 Euro Sicherheitsleistungen ein

(Symbolbild)

Bei der fünften bundesweiten Kontrollaktion zum Gewässer- und Umweltschutz haben Wasserschutzpolizeien nahezu aller Küsten- und Binnenländer vom 13. bis 19. April 2026 zahlreiche Verstöße gegen Schifffahrtsvorschriften festgestellt. Die Einsatzkräfte führten insgesamt knapp 1.000 Kontrollen von See- und Binnenschiffen durch und überprüften dabei die Einhaltung nationaler und internationaler Vorschriften.

Die Wasserschutzpolizei Hamburg kontrollierte während der „Bundesweiten Aktionstage Gewässer- und Umweltschutz (BAGU)“ insgesamt 17 Seeschiffe. Dabei stellten die Beamten in zwölf Fällen Verstöße gegen das internationale Übereinkommen zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe (MARPOL) sowie das Ballastwasserübereinkommen fest.

Die Beanstandungen bezogen sich unter anderem auf mangelhafte Ballastwassermanagementpläne sowie fehlerhafte Eintragungen im Ballastwasserkontrollbuch. Diese Mängel erschwerten die Nachvollziehbarkeit der Einhaltung geltender Vorschriften und verstießen damit gegen die Regelungen.

Besonders schwerwiegend war ein Fall auf einem unter der Flagge der Marshallinseln fahrenden Containerschiff: Die Beamten der Dienstgruppe Maritimer Umweltschutz stellten fest, dass bei der Einleitung von Ballastwasser auf der Außenelbe Reede die technischen Begrenzungen der Ballastwasserbehandlungsanlage nicht beachtet wurden. Dadurch konnte das Ballastwasser nicht gemäß den international geltenden Vorschriften behandelt werden. Gegen die verantwortliche Schiffsführung leiteten die Polizeikräfte ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein und zogen eine vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) festgelegte Sicherheitsleistung in Höhe von 20.000 Euro ein.

Im gesamten Kontrollzeitraum leiteten die Hamburger Einsatzkräfte 21 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein und zogen Sicherheitsleistungen in Höhe von insgesamt 23.950 Euro ein. Die Federführung für die bundesländerübergreifende Aktion lag bei der Wasserschutzpolizei Nordrhein-Westfalen.

Neben den Kontrollen lag ein weiterer Schwerpunkt auf der Präventionsarbeit: Die Einsatzkräfte informierten das Bordpersonal der Seeschiffe in zahlreichen Gesprächen über die geltenden Bestimmungen zum Meeres- und Umweltschutz und wiesen auf deren Bedeutung hin. Die Wasserschutzpolizei Hamburg kündigte an, die Kontrollen zur Einhaltung der Vorschriften konsequent fortzusetzen und auch zukünftig an solchen Schwerpunkteinsätzen teilzunehmen.

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