Hamburg: Großkontrolle am Jungfernstieg – zwei Messer sichergestellt, Haftbefehl vollstreckt

Bei einer groß angelegten Kontrollaktion am Hamburger S-Bahnhof Jungfernstieg haben Bundespolizei und Landespolizei am 10. Juni zwei Messer sichergestellt und einen gesuchten Mann verhaftet. Der Schwerpunkteinsatz zur Gewaltprävention und Kontrolle des Waffenverbots im öffentlichen Nahverkehr dauerte von 14 Uhr bis 21 Uhr.

Mehr als 40 Polizistinnen und Polizisten kontrollierten insgesamt 315 Personen und durchsuchten sie. Dabei stellten sie zwei Messer sicher und fertigten acht Strafanzeigen – sechs wegen Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz, eine wegen Drogenbesitzes und eine wegen Verdachts auf Urkundenfälschung. Außerdem sprachen die Beamten sieben Platzverweise aus.

Gegen 15:45 Uhr kontrollierten Bundespolizisten einen 46-jährigen serbischen Staatsangehörigen. Die Überprüfung seiner Personalien ergab eine Fahndungsausschreibung: Der Mann wurde seit Mitte Februar mit einem Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Passau gesucht. Er war wegen des Verschaffens falscher amtlicher Ausweise zu einer Geldstrafe von 1.476 Euro verurteilt worden. Da er den Betrag nicht zahlen konnte, muss er nun eine Ersatzfreiheitsstrafe von 41 Tagen antreten. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er in eine Haftanstalt gebracht.

Zusätzlich führten Mitarbeiter der Hochbahnwache über 6.300 Fahrgastkontrollen durch und stellten etwa 260 Schwarzfahrer fest. Die DB Sicherheit unterstützte die Aktion ebenfalls.

Bundespolizei und Hamburger Polizei kündigten an, auch künftig wiederkehrend und unangekündigt solche Kontrollen durchzuführen, um Verstöße konsequent zu verfolgen und die Bürgerinnen und Bürger zu sensibilisieren.

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