Am Feiertag Christi Himmelfahrt registrierte die Thüringer Polizei insgesamt 42 Körperverletzungsdelikte im ganzen Freistaat. Die meisten Vorfälle ereigneten sich am Abend in Verbindung mit Alkohol und anderen berauschenden Mitteln.
Zumeist handelte es sich um wechselseitige Körperverletzungen mit leichten Verletzungen. Obwohl der Tag relativ ruhig begann, konnte die Polizei die meisten alkoholbedingten verbalen Streitigkeiten kommunikativ schlichten.
Der schwerste Vorfall war ein Alkoholunfall auf der Landstraße zwischen Buttstädt und dem Kreisverkehr zur Bundesstraße 85. Eine 82-Jährige wollte mit ihrem Opel wenden, als ein 30-Jähriger mit seinem Seat aus Richtung des Kreisverkehrs kam und frontal mit dem bereits querstehenden Opel kollidierte. Die 82-Jährige wurde schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Auch der Seat-Fahrer wurde schwer verletzt und in eine Klinik gebracht. Bei dem 30-Jährigen stellte die Polizei eine Atemalkoholkonzentration von 2,21 Promille fest. Gegen ihn läuft nun ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.
Daneben registrierte die Polizei 64 Einsätze wegen ruhestörender Lärmbelästigung, zumeist durch laute Musik, Gesang oder Gegröle. Weitere 22 Einsätze entstanden wegen Streitigkeiten.
Insgesamt musste die Thüringer Polizei in der Zeit von 0 bis 24 Uhr etwa 26 Alkoholverstöße und Fahrten unter dem Einfluss berauschender Mittel ahnden. Einige Verkehrsteilnehmer hatten vor Fahrtantritt nicht auf den Konsum alkoholischer Getränke oder berauschender Mittel verzichtet.
In der Tagesbilanz wurden 55 Verkehrsunfälle aufgenommen – das sind 27 weniger als im Jahr 2025. Am Feiertag waren im Freistaat vielerorts öffentliche und private Feierlichkeiten organisiert worden. Familienausflüge konkurrierten mit den vielerorts stattfindenden Männertags-Touren. Die Thüringer Polizei war gut auf die erhöhte Anzahl an Wanderern, Rad- und Motorradfahrern sowie feierwilligen Kleingruppen vorbereitet.