Heute, am 15. Mai, wird weltweit der Internationale Tag der Familie begangen. Dieser wichtige UN-Gedenktag wurde 1993 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ins Leben gerufen und findet seit 1994 jährlich statt. Ziel ist es, die Bedeutung der Familie als grundlegende Einheit der Gesellschaft zu würdigen und das öffentliche Bewusstsein für familienbezogene Themen zu schärfen.
Der Gedenktag entstand vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen und der Erkenntnis, dass Familien in verschiedenen Formen eine zentrale Rolle für das Wohlergehen von Individuen und Gemeinschaften spielen. Die UN wollte damit ein Zeichen setzen für die Unterstützung von Familien weltweit und auf deren Herausforderungen aufmerksam machen.
Heute ist der Tag relevanter denn je. Familien stehen vor vielfältigen Herausforderungen: von wirtschaftlichen Problemen über Vereinbarkeit von Familie und Beruf bis hin zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf das Familienleben. Nach UN-Angaben leben etwa 2,4 Milliarden Menschen in Ein-Eltern-Haushalten oder erweiterten Familienstrukturen. Die Corona-Pandemie hat zudem gezeigt, wie wichtig familiäre Strukturen für gesellschaftliche Stabilität sind.
Der Internationale Tag der Familie wird typischerweise durch Informationsveranstaltungen, Konferenzen und Kampagnen begangen. Regierungen, NGOs und internationale Organisationen nutzen den Tag, um auf Familienfreundlichkeit in der Politik hinzuweisen. In Deutschland organisieren Familienverbände Aktionstage, während die Bundesregierung traditionell familienpolitische Maßnahmen vorstellt.
Neben dem UN-Tag der Familie wird heute auch der Internationale Tag der Conscientious Objectors (Kriegsdienstverweigerer) begangen, der seit 1982 an das Recht auf Kriegsdienstverweigerung erinnert. Zudem ist der 15. Mai in Japan der Tag des Aoi-Matsuri, eines der drei großen Feste Kyotos.