In der vergangenen Woche standen für die Berliner Polizei eine Großrazzia gegen eine kriminelle Vereinigung wegen Erpressungen mit Schusswaffen sowie mehrere schwere Gewaltdelikte im Mittelpunkt. Bei einer Großrazzia gegen die Schusswaffenkriminalität hat die Berliner Polizei am Mittwochmorgen neun Männer im Alter von 23 bis 63 Jahren festgenommen. Rund 570 Polizistinnen und Polizisten durchsuchten 28 Wohnungen und Aufenthaltsorte im gesamten Stadtgebiet und vollstreckten richterlich angeordnete Haftbefehle.
Der Einsatz richtete sich gegen eine kriminelle Vereinigung, die für eine Vielzahl von Erpressungen mit Schusswaffengebrauch verantwortlich sein soll. An der Aktion waren Ermittler der BAO Ferrum, Spezialkräfte der Bundespolizei sowie Kräfte aus Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Berlin beteiligt – darunter Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten, Diensthundeführer und Spezialisten für digitale Beweissicherung. Mehr dazu
Der schwerste Gewaltvorfall ereignete sich am Donnerstagnachmittag in einer Gemeinschaftsunterkunft in Berlin-Lichterfelde. Nach einem Messerangriff in einer Gemeinschaftsunterkunft in Berlin-Lichterfelde hat die Polizei einen 69-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. Ein 61-jähriger Mann wurde dabei am Oberkörper verletzt und musste notoperiert werden. Der Festgenommene wurde der 5. Mordkommission überstellt, die gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Berlin die Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes übernommen hat. Mehr dazu
In Neukölln kam es zu einem besonders schweren Gewaltdelikt: Ein 36-Jähriger stach einen Mann mit einem Messer lebensbedrohlich nieder und versuchte später einen Raubüberfall in einem Bus. Der erste Vorfall ereignete sich am frühen Morgen gegen 5:50 Uhr an einer Bushaltestelle in der Sonnenallee, wo der Angreifer einem 33-jährigen Mann eine mehrere Zentimeter tiefe Stichverletzung im Nackenbereich zugefügt hatte. Rettungsdienst und Notarzt versorgten den schwer verletzten Mann am Ort und brachten ihn für eine Operation und intensivmedizinische Behandlung in ein Krankenhaus. Mehr dazu
Bei einer Großrazzia gegen eine mutmaßliche Drogenbande haben Berliner Einsatzkräfte 17 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt und zwei Haftbefehle in Spandau und Neukölln durchgesetzt. Die Ermittlungen richten sich gegen insgesamt elf Verdächtige im Alter zwischen 18 und 29 Jahren wegen des Verdachts des bandenmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln in großer Menge. Bei der Razzia wurde ein Polizist an der Hand verletzt, konnte aber nach ambulanter Behandlung seinen Dienst fortsetzen. Mehr dazu
In Berlin-Wittenau haben Unbekannte in der Nacht mehrere Schüsse auf ein Wohnhaus in der Schlitzer Straße abgegeben. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt. Die weiteren Ermittlungen hat die spezialisierte Ermittlungsgruppe BAO Ferrum übernommen. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Berlin-Kreuzberg haben Polizei und Staatsanwaltschaft eine Schusswaffe, Munition und eine größere Menge Kokain beschlagnahmt. Ein 71-jähriger Verdächtiger wurde festgenommen. Mehr dazu In Berlin-Wedding ist das Spezialeinsatzkommando (SEK) nach einer Bedrohung mit einer Waffe im Einsatz gewesen – ein 63-jähriger Mann soll eine 35-Jährige vom Fenster seiner Wohnung aus beleidigt und mit einer Schusswaffe bedroht haben. Mehr dazu Bei einem Messerangriff in Berlin-Prenzlauer Berg ist in der Nacht ein 21-jähriger Mann durch einen Messerstich verletzt worden. Mehr dazu Bei einem weiteren Messerangriff in Berlin-Moabit sind zwei Männer verletzt worden – ein 20-Jähriger und ein 21-jähriger Helfer erlitten beide Schnitt- und Stichverletzungen am rechten Oberschenkel. Mehr dazu