Das war die Blaulicht-Woche in Bayern: 11.05.–17.05.2026 (KW 20)

Die Woche vom 11.05.–17.05.2026 brachte für die bayerische Polizei schwere Gewaltdelikte und einen tödlichen Chemieunfall. Im Mittelpunkt standen mehrere Messerattacken mit versuchten Tötungsdelikten und ein Arbeitsunfall in Nürnberg mit einem Todesopfer.

Der schwerste Vorfall ereignete sich am Freitagvormittag in Nürnberg-Schafhof: Bei einem Chemieunfall in einer Firma im Nürnberger Stadtteil Schafhof ist am Freitagvormittag ein Mensch ums Leben gekommen. Sieben Personen erlitten Verletzungen, hauptsächlich an den Atemwegen. Gegen 11:30 Uhr ging bei der Integrierten Leitstelle Nürnberg die Meldung über einen Notfall in einem Firmengebäude in der Thurn-und-Taxis-Straße ein. Man weiß noch nicht, warum es zu dem Chemieunfall kam. Vier Verletzte wurden zur medizinischen Versorgung in Krankenhäuser gebracht. Unter ihnen befanden sich zwei Beschäftigte, die unmittelbar infolge des Chemieunfalls das Bewusstsein verloren hatten. Einer der beiden Männer starb später im Krankenhaus. Mehr dazu

Nach einem Messerangriff in Langquaid (Landkreis Kelheim) ist ein 59-jähriger Türke wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts in Untersuchungshaft gekommen. Der Mann soll am 8. Mai gegen 22 Uhr seinen 52-jährigen deutschen Nachbarn mit einem Messer attackiert und dabei schwer an der Hand verletzt haben. Nach ersten Ermittlungen hielt sich der 52-Jährige in einem Hinterhof am Marktplatz auf, als der 59-Jährige mit einem Messer auf ihn zukam und unvermittelt in seine Richtung stach. Dabei soll er ausgesprochen haben, ihn töten zu wollen. Bei einer Vorführung am Amtsgericht Regensburg am 10. Mai wurde der von der Staatsanwaltschaft beantragte Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts erlassen. Mehr dazu

In einem Fernreisebus auf der A9 bei Himmelkron hat am Dienstagabend ein 38-jähriger Pakistani einen polnischen Mitreisenden attackiert und mit einem Messer bedroht. Der stark alkoholisierte Mann kam in Untersuchungshaft, die Kriminalpolizei ermittelt wegen versuchten Totschlags. Der Vorfall ereignete sich während der Fahrt des Fernreisebusses von Polen nach Italien. Der 38-Jährige mit Wohnsitz im Landkreis München soll seinen 46-jährigen polnischen Hintermann provoziert haben, indem er wiederholt die Rückenlehne seines Sitzes zurückstellte. Als der im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz wohnende Pole ihn darauf ansprach, schlug der Pakistani ihm unvermittelt mit der Faust ins Gesicht. Mehr dazu

Bei einem brutalen Angriff mit Messern und Eisenstangen haben mehrere maskierte Täter am Freitagabend vier bulgarische Arbeiter verletzt. Ein 36-Jähriger erlitt schwere Verletzungen und musste stationär behandelt werden. Gegen 22 Uhr drangen die Angreifer mit Tüchern und Sturmhauben maskiert in eine Arbeiterunterkunft am U- und S-Bahnhof Moosach in der Bunzlauer Straße ein. Sie attackierten die dort anwesenden Bulgaren im Alter von 29 bis 36 Jahren, die alle keinen festen Wohnsitz in Deutschland haben. Mehr dazu

In München beschäftigen sich die Ermittler mit einer Messerattacke in der Ludwigvorstadt, bei der ein 29-Jähriger aus dem Landkreis Dachau schwere Schnittverletzungen am Hals erlitt. Der Angriff ereignete sich am frühen Sonntagmorgen gegen 1.15 Uhr vor einem Lokal in der Goethestraße 10. Ein unbekannter Mann stach auf den 29-jährigen Senegalesen ein. Die Münchner Mordkommission übernahm die Ermittlungen und sicherte am Tatort Spuren. Mehr dazu

Nach einem Sexualdelikt in Straubing befindet sich ein jugendlicher Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Regensburg erließ am Montag einen entsprechenden Haftbefehl gegen den jungen Mann. Die Tat ereignete sich am 10. Mai am Allachbachweg auf Höhe eines Spielplatzes am Michaelsweg. Eine junge Frau wurde Opfer des Sexualdelikts. Mehr dazu

In Bad Wörishofen rückten am Mittwochmittag (12. Mai 2026) zahlreiche Polizistinnen und Polizisten sowie Spezialeinheiten zu einem Großeinsatz in die Hauptstraße aus. Grund war eine konkrete Bedrohung gegen eine Person. Die Spezialkräfte konnten einen 25-jährigen Angolaner widerstandslos festnehmen. Nach Abschluss des Polizeieinsatzes wurde der Mann zur medizinischen Behandlung in eine Spezialklinik gebracht. Mehr dazu

Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch

Mehrere schwere Messerattacken beschäftigten die bayerische Polizei: In Langquaid kam ein 59-jähriger Türke nach einem Messerangriff auf seinen Nachbarn in Untersuchungshaft. In einem Fernreisebus auf der A9 bedrohte ein 38-jähriger Pakistani einen Mitreisenden mit einem Messer und kam ebenfalls in Haft. Maskierte Täter griffen bulgarische Arbeiter in München-Moosach mit Messern und Eisenstangen an, ein Mann wurde schwer verletzt. In der Ludwigvorstadt erlitt ein 29-Jähriger schwere Schnittverletzungen am Hals – die Mordkommission ermittelt. Außerdem bedrohte ein 40-Jähriger in Taufkirchen Reisende mit einem Messer. Schusswaffen kamen in der zurückliegenden Woche nicht zum Einsatz.

Ein 67-jähriger Mann aus Neutraubling hat durch sein cleveres Verhalten dazu beigetragen, zwei mutmaßliche Callcenter-Betrüger zu überführen. Der Deutsche erkannte die Betrugsmasche am Telefon, informierte heimlich die Polizei und spielte mit – bis die Beamten zuschlagen konnten. Am Dienstag gegen 14:00 Uhr erhielt der 67-Jährige einen Anruf von einem unbekannten Mann, der sich als Polizeibeamter ausgab. Der 67-Jährige durchschaute den Betrug sofort, ließ sich aber nichts anmerken. Mehr dazu

Hinweis: Dieser Wochenrückblick wurde automatisiert auf Basis der Polizei-Pressemeldungen aus Bayern erstellt. Für die Beschuldigten, Betroffenen und Tatverdächtigen gilt die rechtsstaatlich garantierte Unschuldsvermutung.

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