Die deutschen Exporte sind im März 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent gestiegen, während die Importe um 5,1 Prozent zulegten. Gleichzeitig brachen die Ausfuhren in die USA dramatisch ein – sie sanken im Jahresvergleich um 21,4 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag anhand vorläufiger Ergebnisse mit.
Im März 2026 exportierte Deutschland kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 135,8 Milliarden Euro und importierte Güter im Wert von 121,5 Milliarden Euro. Die Außenhandelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 14,3 Milliarden Euro ab. Zum Vergleich: Im Februar 2026 hatte der Außenhandelssaldo noch 19,6 Milliarden Euro betragen, im März 2025 waren es 19,9 Milliarden Euro gewesen.
Bei den Exporten in die USA verzeichnete Deutschland einen drastischen Rückgang. Mit 11,2 Milliarden Euro gingen zwar weiterhin die meisten deutschen Ausfuhren in die Vereinigten Staaten, doch das bedeutete einen Rückgang von 7,9 Prozent gegenüber Februar 2026. Im Jahresvergleich zu März 2025 sanken die USA-Exporte sogar um 21,4 Prozent. Einen stärkeren Einbruch hatte es zuletzt im Juni 2020 gegeben, als die Ausfuhren um 27,4 Prozent gegenüber Juni 2019 zurückgingen.
Der Handel mit der Europäischen Union entwickelte sich dagegen positiv. In die EU-Mitgliedstaaten exportierte Deutschland Waren im Wert von 78,4 Milliarden Euro (+3,4 Prozent gegenüber Februar) und importierte Güter im Wert von 61,0 Milliarden Euro (+3,0 Prozent). Dabei gingen 54,8 Milliarden Euro (+4,1 Prozent) in die Eurozone-Staaten, von dort kamen Importe im Wert von 40,8 Milliarden Euro (+1,7 Prozent). In die Nicht-Eurozone-EU-Staaten wurden Waren für 23,6 Milliarden Euro (+1,7 Prozent) exportiert, die Einfuhren von dort stiegen um 5,7 Prozent auf 20,1 Milliarden Euro.
Bei den Drittstaaten außerhalb der EU entwickelte sich der Handel unterschiedlich. Die Exporte sanken um 3,3 Prozent auf 57,4 Milliarden Euro, während die Importe um 7,4 Prozent auf 60,5 Milliarden Euro zulegten. Die Ausfuhren nach Großbritannien stiegen um 3,2 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro, während die Exporte nach China um 1,8 Prozent auf 6,0 Milliarden Euro sanken.
Bei den Importen führte China mit 15,6 Milliarden Euro (+4,9 Prozent gegenüber Februar), gefolgt von den USA mit 8,0 Milliarden Euro (-3,7 Prozent). Die Einfuhren aus Großbritannien legten deutlich um 11,7 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro zu.
Ohne kalender- und saisonbereinigte Betrachtung exportierte Deutschland im März 2026 nominal Waren im Wert von 150,3 Milliarden Euro (+6,9 Prozent gegenüber März 2025) und importierte Güter für 130,4 Milliarden Euro (+11,1 Prozent). Der unbereinigte Außenhandelsüberschuss betrug 19,8 Milliarden Euro, nach 23,2 Milliarden Euro im März 2025.