In Dortmund hat ein 17-Jähriger in der Nacht zum Samstag drei Mal selbstgebastelte Molotow-Cocktails geworfen und dabei ein geparktes Auto beschädigt. Die Polizei nahm den Jugendlichen aus Lünen fest, entließ ihn aber nach Abschluss der Maßnahmen wieder.
Die Serie der Brandanschläge begann um 1:58 Uhr auf der Königsheide Ecke Rudolfstraße. Ein Zeuge meldete einen Molotow-Cocktail, der aus einer Energy-Dose gebastelt worden war. Beschädigungen an umliegenden Fahrzeugen konnten die Polizistinnen und Polizisten zu diesem Zeitpunkt nicht feststellen.
Um 3:25 Uhr rückten die Beamten erneut zum gleichen Ort aus. Diesmal brannte der Unterboden eines geparkten Autos. Eine Zeugin hatte den Brand bereits mit einem Feuerlöscher gelöscht. Nach den bisherigen Ermittlungen war auch hier ein aus einer Energy-Dose gebastelter Molotow-Cocktail das Tatmittel. Eine weitere Dose gleicher Bauart lag vor dem Fahrzeug. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keinen konkreten Tatverdacht gegen eine bestimmte Person.
Der dritte Vorfall ereignete sich um 5:01 Uhr. Ein Zeuge meldete weitere Molotow-Cocktails aus einer Dose und aus Glas, die jedoch nicht in Brand geraten waren.
Die Ermittlungen führten die Polizei zu dem 17-jährigen Tatverdächtigen aus Lünen. Die Beamten trafen ihn an seinem Wohnort an und erwirkten einen Durchsuchungsbeschluss. Dabei stellten sie Beweismittel sicher und nahmen den Jugendlichen fest. Er wurde ins Polizeigewahrsam verbracht.
Da die besonderen Voraussetzungen für eine Untersuchungshaft nicht vorlagen, wurde der 17-Jährige nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen aus dem Gewahrsam entlassen. Gegen ihn wurden Anzeigen wegen vorsätzlicher Brandstiftung gestellt.