Nach spektakulären Verfolgungsfahrten durch mehrere Stadtteile haben Polizistinnen und Polizisten einen 26-jährigen Dortmunder festgenommen, dem zwei verbotene Kraftfahrzeugrennen vorgeworfen werden. Die Flucht des Mannes erstreckte sich über zwei Tage und führte durch das Dortmunder und Recklinghausener Stadtgebiet.
Die erste Verfolgung begann am Donnerstag gegen 17:53 Uhr, als Beamte auf der Westerwikstraße in Mengede einen Daimler mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit bemerkten. Nach etwa einem Kilometer konnten sie zu dem Fahrzeug aufschließen, doch der Fahrer missachtete alle Anhaltezeichen und flüchtete über die Bockenfelder Straße in Richtung Recklinghausen. Dabei führte er gefährliche Überholmanöver unter Nutzung der Gegenfahrspur durch. Unbeteiligte wurden nach derzeitigem Kenntnisstand nicht gefährdet. Bei der Verfolgung kam es zu einem Unfall, bei dem ein Streifenwagen leicht beschädigt wurde. Der Fahrer entkam zunächst mit seinem Fahrzeug.
Gegen 20:46 Uhr entdeckten Polizistinnen und Polizisten den flüchtigen Daimler erneut im Bereich Hörde. Als der Fahrer die polizeilichen Maßnahmen bemerkte, setzte er seine Flucht über die Autobahn A40 fort und konnte sich abermals dem Zugriff entziehen.
Die umfangreichen Fahndungsmaßnahmen führten schließlich gegen 00:44 Uhr zum Erfolg: Beamte stellten den Tatverdächtigen im Bereich der Martener Straße und nahmen den bereits hinreichend polizeibekannten 26-jährigen Dortmunder fest.
Da der Verdacht bestand, dass der Mann unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, ordnete die Staatsanwaltschaft Dortmund die Entnahme einer Blutprobe an. Der Pkw, ein Mietwagen, wurde als Tatmittel beschlagnahmt.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen, einschließlich der erkennungsdienstlichen Behandlung, wurde der Mann wieder entlassen. Gegen ihn wurden mehrere Strafanzeigen gestellt, insbesondere wegen des Verdachts von zwei verbotenen Kraftfahrzeugrennen nach Paragraf 315d des Strafgesetzbuches. Außerdem wird eine Eignungsüberprüfung zum Führen von Kraftfahrzeugen eingeleitet.