Brandenburg leidet unter einer schweren Dürrewelle, die besonders den Südosten des Bundeslandes erfasst hat. Der UFZ Dürremonitor zeigt für den 29. April eine besorgniserregende Situation: Weite Teile der Region weisen extreme bis außergewöhnliche Bodentrockenheit auf, während nur der Nordwesten noch moderate Bodenfeuchtewerte erreicht.

Die Dürrewerte verschärfen sich dramatisch von West nach Ost: Während die nordwestlichen Landkreise um Prignitz noch gelbe bis orange Färbungen zeigen, dominieren in der Lausitz und im Spreewald tiefrot gefärbte Gebiete. Besonders kritisch ist die Lage in den Kreisen Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und Dahme-Spreewald, wo der Soil Moisture Index die dunkelroten Maximalwerte erreicht. Auch der Nordosten Brandenburgs um die Uckermark zeigt beunruhigende Trockenheitswerte.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche verstärken das Problem zusätzlich: In den letzten sieben Tagen fiel kein einziger Millimeter Niederschlag bei Durchschnittstemperaturen von 9,6 Grad Celsius. Die Aussichten verschlechtern sich weiter – für die kommenden drei Tage wird ebenfalls kein Regen erwartet, während die Temperaturen auf bis zu 26,4 Grad ansteigen sollen. Diese Kombination aus anhaltender Trockenheit und steigenden Temperaturen wird die Bodenfeuchtesituation zusätzlich verschärfen.
Die Auswirkungen sind bereits jetzt gravierend: Landwirte in den betroffenen Gebieten müssen mit erheblichen Ernteeinbußen rechnen, insbesondere bei wasserintensiven Kulturen. Wälder und Grünflächen leiden unter Trockenstress, was die Waldbrandgefahr deutlich erhöht. Auch die Wasserversorgung könnte bei anhaltender Trockenheit unter Druck geraten, da Grundwasserstände weiter sinken.
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