Drei Online-Betrugsopfer im Oberbergischen Kreis: Polizei warnt vor falschen Shops und Handykauf-Falle

(Symbolbild)

Drei Menschen aus dem Oberbergischen Kreis sind in der vergangenen Woche Opfer von Online-Betrügern geworden. Die Polizei warnt vor gefälschten Webseiten und dubioser Verkäufer und gibt Tipps zum sicheren Online-Einkauf.

Ein 29-Jähriger aus Bergneustadt entdeckte am Sonntag (9. Mai) auf einer Social-Media-Plattform eine Werbung für Parfums. Er folgte dem Link und gelangte auf eine Webseite, die wie die Internetseite einer bekannten Parfümerie-Kette aussah. Nachdem er mehrere Parfums bestellt und bezahlt hatte, war die Webseite plötzlich nicht mehr erreichbar.

Eine 54-Jährige aus Wiehl bestellte Anfang Mai über einen vermeintlichen Musikhandel online eine Musikbox. Als die Ware nicht geliefert wurde, recherchierte sie den Händler – und stellte fest, dass er gar nicht existiert.

Besonders dreist ging ein Betrüger beim Verkauf eines Handys vor: Ein 21-Jähriger aus Remscheid wollte über ein Anzeigenportal ein Mobiltelefon kaufen. Die Übergabe fand am Dienstag (12. Mai) um 19:30 Uhr auf einem Discounter-Parkplatz in der Kölner Straße in Bergneustadt statt. Nach einer kurzen Überprüfung zahlte der junge Mann den dreistelligen Betrag. Später stellte sich heraus: Das Handy ist möglicherweise Diebesgut.

Der Verkäufer war etwa 1,85 Meter groß, 30 bis 35 Jahre alt, hatte einen kurzen Bart und trug eine helle Jogginghose. Er fuhr einen silbernen SUV. Das Kriminalkommissariat Gummersbach bittet um Hinweise unter 02261 8199-0 oder per E-Mail an poststelle.oberbergischer-kreis@polizei.nrw.de.

Die Polizei gibt folgende Tipps zum sicheren Online-Shopping: Bei Anzeigen mit unschlagbaren Preisen ist Misstrauen angesagt. Fehlt das Impressum oder liegt die Adresse im Ausland, sollten Käufer vorsichtig sein. Empfohlen werden Onlineshops mit sicheren Zahlungsarten wie Rechnungskauf. Auf Anzeigenportalen sollten nur verifizierte Zahlungsmethoden genutzt werden, bei denen das Geld zwischengeparkt wird. Shops lassen sich mit dem Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale prüfen. Links in SMS oder E-Mails sollten niemals angeklickt werden – auch wenn sie echt aussehen.

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