Bodenfeuchte Deutschland: Südwesten und Süden in schwerer Dürre

Die aktuelle Karte des UFZ-Duerremonitors (Helmholtz-Zentrum fuer Umweltforschung) vom 25. Juli 2026 zeigt ein differenziertes Bild der Bodenfeuchte in Deutschland. Während große Teile des Landes orange (moderate Dürre) aufweisen, dominieren im Süden und Südwesten rote bis dunkelrote Färbungen (schwere bis extreme Dürre). Der Gesamtboden bis 1,80 m Tiefe reagiert träge auf kurzfristige Niederschläge – die Karte bildet ein 14-Tage-Mittel ab.

Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Süd- und Südwestdeutschland schwer betroffen

Die UFZ-Klassifizierung zeigt deutliche regionale Unterschiede. Baden-Württemberg und Bayern sind großflächig rot bis dunkelrot gefärbt – dies entspricht schwerer bis extremer Dürre. Rheinland-Pfalz und das Saarland weisen orange bis rote Bereiche auf. In Hessen und Teilen Nordrhein-Westfalens dominiert orange Färbung (moderate Dürre). Der Westen und Nordwesten (Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein) zeigen teilweise gelbe bis orange Töne. Im Nordosten (Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern) sind ebenfalls orange bis rote Flecken sichtbar. Vollständig grüne oder blaue Bereiche (normale bis feuchte Bedingungen) sind auf der Karte kaum zu erkennen.

Nur 8,4 mm Niederschlag – Erholung nicht in Sicht

Die Wetterdaten der vergangenen sieben Tage verstärken das Bild der Trockenheit. Deutschland verzeichnete im Durchschnitt lediglich 8,4 mm Niederschlag. Regional variiert die Bilanz erheblich: Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern erhielten zwischen 18 und 24 mm, während Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit 0 bis 1,3 mm faktisch niederschlagsfrei blieben. Die kommenden drei Tage bringen mit 1,7 mm bundesweit kaum Linderung. Besonders kritisch bleibt die Situation in Süd- und Südwestdeutschland. Obwohl der Oberboden aktuell leichte Befeuchtung durch lokale Niederschläge erfahren haben könnte, reagiert der Gesamtboden – wie von der UFZ-Karte abgebildet – deutlich träger. Die anhaltende Trockenphase dringt also noch immer bis in tiefere Schichten vor.

Landwirtschaft und Grundwasser unter Druck

Die schwere und extreme Dürre im Süden und Südwesten hat spürbare Auswirkungen. In diesen Regionen ist die Bodenwasserversorgung erheblich eingeschränkt, was Kulturpflanzen in kritischen Wachstumsphasen belastet. Auch die Grundwasserneubildung läuft deutlich unter dem Normalwert ab. Im Norden bietet die orange Einstufung (moderate Dürre) zwar etwas Spielraum, doch auch hier können länger andauernde Trockenperioden problematisch werden. Der UFZ-Monitor wird wöchentlich aktualisiert und ermöglicht eine genaue Verfolgung der Entwicklung.

Den aktuellen Wetterbericht für Deutschland finden Sie hier.

Dürreberichte nach Bundesland