Der Boden bis in eine Tiefe von 1,80 Meter zeigt in Schleswig-Holstein ein gemischtes Bild. Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt, dass etwa 50 Prozent der Landesfläche von ungewöhnlich trockenen bis moderat trockenen Verhältnissen betroffen sind — überwiegend hellgelb und orange gefärbt. Der Westen und Norden, insbesondere die Küstenregionen, weisen dagegen grüne und blaue Bereiche auf, die auf normale bis feuchte Bodenverhältnisse hindeuten. Der Osten und die Mitte des Landes zeigen teilweise intensivere orange Färbungen, die auf moderate Trockenheit hinweisen.

Westen und Norden mit besseren Verhältnissen
Während der Nordwesten und die Küstenzonen grün bis blaugrün gefärbt sind, verschärft sich die Situation nach Osten. In der Region um Kiel und darüber hinaus bis zur mecklenburgischen Grenze wechseln sich hellgelbe und orange Pixel ab, was auf ungewöhnlich trockene bis moderate Trockenheit hindeutet. Nur vereinzelte rote Flecken östlich von Lübeck deuten auf schwere Dürre hin — diese bleiben jedoch räumlich begrenzt und beeinflussen nicht das Gesamtbild des Landes.
Regen der vergangenen Woche stabilisiert die Lage
In der vergangenen Woche fielen durchschnittlich 60,5 Millimeter Niederschlag — deutlich über dem nationalen Durchschnitt. Die Durchschnittstemperatur lag bei 16,8 Grad Celsius, die Höchsttemperatur bei 21,1 Grad. Der Boden reagiert träge auf Niederschläge, da Wasser Zeit braucht, um in tiefere Schichten einzudringen. Die stabilen Regenmengen der vergangenen zwei Wochen haben jedoch den Oberboden messbar entspannt und die Grundwasserneubildung in den betroffenen Regionen unterstützt. Der anhaltende Wasserzufluss hat verhindert, dass sich die Trockenheit in tiefere Bodenschichten verfestigt.
Aussichten für Niederschlag – 3,3 Millimeter erwartet
Für die kommenden drei Tage wird ein Niederschlag von 3,3 Millimetern erwartet. Die Höchsttemperatur wird auf 22,1 Grad Celsius prognostiziert. Diese geringen Niederschläge werden die bisherige Entspannung nicht gefährden, eine weitere Verbesserung ist jedoch nicht zu erwarten. Der Boden wird sich in seiner aktuellen Feuchtigkeit stabilisieren.
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