Dürre verschärft sich in Brandenburg – Berlin noch relativ verschont am 15. Mai 2026

Die Dürresituation in der Region um Berlin verschärft sich weiter: Der aktuelle UFZ Dürremonitor zeigt für den 13. Mai 2026 erhebliche regionale Unterschiede bei der Bodenfeuchte. Während Berlin selbst noch vergleichsweise glimpflich davonkommt, leiden die angrenzenden Gebiete in Brandenburg unter teils extremer Trockenheit.

Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders dramatisch ist die Lage im Nordosten und Süden von Brandenburg, wo der Soil Moisture Index (SMI) tiefrot eingefärbt ist – ein Zeichen für außergewöhnliche Dürre. Diese Hotspots erstrecken sich von der Uckermark bis ins südliche Brandenburg. Auch westlich und östlich von Berlin zeigen sich deutliche orange bis rote Verfärbungen, die auf schwere bis extreme Dürre hindeuten. Berlin selbst weist noch überwiegend gelbe Färbungen auf, was moderate Trockenheit bedeutet. Lediglich im äußersten Westen der betrachteten Region sind noch vereinzelt hellere Bereiche zu erkennen.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen das Dilemma deutlich: Mit nur 11,5 Millimetern Niederschlag in sieben Tagen erhielten die Böden viel zu wenig Feuchtigkeit. Bei einer Durchschnittstemperatur von 10,6°C und Höchstwerten von über 20°C verstärkte sich die Verdunstung zusätzlich. Die Wetterprognose verspricht keine Besserung: Für die nächsten drei Tage ist kein Regen vorhergesagt, bei trockenen Bedingungen und Nebel. Auch wenn gelegentliche leichte Niederschläge fallen sollten, ändern sie wenig an der tieferen Bodentrockenheit – denn die oberflächlichen Wassergaben reichen nicht aus, um die ausgetrockneten Bodenschichten in größerer Tiefe zu durchfeuchten.

Für die Landwirtschaft in Brandenburg bedeutet dies erhebliche Herausforderungen bei der Feldbestellung und dem Wachstum der Frühjahrsaussaat. Besonders betroffen sind Ackerbau und Grünland in den dunkelrot markierten Gebieten. Auch die Waldbrandgefahr steigt in den trockenen Regionen deutlich an. Die Wasserversorger beobachten die Grundwasserstände aufmerksam, auch wenn die städtische Versorgung Berlins derzeit noch nicht gefährdet ist.

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