Trotz der Niederschläge der vergangenen Woche zeigt der UFZ Dürremonitor für Mecklenburg-Vorpommern am 13. Mai eine besorgniserregende Bodentrockenheit. Weite Teile des Bundeslandes sind von mäßiger bis schwerer Dürre betroffen, während im östlichen Landesteil sogar außergewöhnliche Dürrebedingungen herrschen.

Besonders drastisch ist die Situation in den östlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns. Dort zeigt der Soil Moisture Index (SMI) dunkelrote Färbungen, die für außergewöhnliche Dürre stehen. Auch weite Teile der Mecklenburgischen Seenplatte und des südlichen Landkreises sind stark betroffen. Etwas entspannter, aber immer noch problematisch, präsentiert sich die Lage an der Ostseeküste, wo überwiegend mäßige bis schwere Dürrewerte gemessen werden. Nur vereinzelte kleine Gebiete im zentralen Bereich zeigen normale Bodenfeuchtewerte.
Die Regenfälle der vergangenen Woche mit durchschnittlich 44,3 Millimetern haben die kritische Bodensituation noch nicht entspannen können. Bei den milden Temperaturen um 9,1 Grad reichen diese Niederschlagsmengen nicht aus, um die tieferen Bodenschichten nachhaltig zu durchfeuchten. Die Wettervorhersage für die kommenden drei Tage verstärkt die Problematik zusätzlich: Es wird kein Niederschlag erwartet, bei Höchsttemperaturen um 15 Grad.
Für die Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern bedeutet diese Entwicklung erhebliche Herausforderungen. Die Aussaat und das Pflanzenwachstum sind gefährdet, besonders in den östlichen Landesteilen. Auch die Wasserversorgung könnte bei anhaltender Trockenheit unter Druck geraten. Naturschutzgebiete und Wälder leiden unter dem Wassermangel, was das Risiko für Waldbrände erhöht.
Den aktuellen Wetterbericht für Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier.