Niedersachsen: Schwere Dürre im Osten – Westregionen noch glimpflich davongekommen

Die Dürresituation in Niedersachsen zeigt ein geteiltes Bild: Während der westliche Landesteil noch glimpflich davonkommt, herrscht im Osten und Südosten des Bundeslandes bereits eine besorgniserregende Trockenheit. Der aktuelle UFZ Dürre-Monitor vom 13. Mai 2026 verdeutlicht die dramatischen regionalen Unterschiede bei der Bodenfeuchte.

Aktuelle Dürrekarte Niedersachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Niedersachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders stark betroffen sind die östlichen und südöstlichen Regionen Niedersachsens, wo sich dunkelrote bis rote Bereiche ausgebreitet haben – ein Zeichen für außergewöhnliche bis schwere Dürre. Diese kritischen Zonen erstrecken sich großflächig über weite Teile des Landkreises Göttingen sowie angrenzende Gebiete. Im Kontrast dazu präsentiert sich der Nordwesten des Landes in deutlich besserer Verfassung: Hier dominieren noch gelbe Farbtöne, die auf normale bis leicht trockene Bodenverhältnisse hindeuten.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen mit durchschnittlich 17,2 mm Niederschlag bei milden Temperaturen um 8,9°C zunächst hoffnungsvolle Werte. Doch die Wetterprognose trübt die Aussichten erheblich: In den kommenden drei Tagen werden lediglich 0,4 mm Regen erwartet – ein Tropfen auf den heißen Stein. Diese geringen Niederschlagsmengen können die in tieferen Bodenschichten herrschende Trockenheit nicht ausgleichen, da sie größtenteils in den oberen Zentimetern versickern oder verdunsten.

Für die Landwirtschaft in den betroffenen Ostregionen bedeutet dies erhebliche Herausforderungen: Feldfrüchte leiden unter Wassermangel, die Bewässerung wird zum kostspieligen Faktor. Auch die Natur zeigt bereits Stresszeichen – Wälder sind anfälliger für Brände und Schädlingsbefall. Die Wasserversorgung gerät zunehmend unter Druck, da Grundwasserspiegel sinken und oberirdische Gewässer weniger Wasser führen.

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