Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West verzeichnete in der Freinacht 2026 deutlich weniger Einsätze als im Vorjahr, musste jedoch einen erheblichen Anstieg bei Sachschäden hinnehmen. Die Beamten rückten zu 55 Einsätzen aus – das sind 58 weniger als 2025 mit 113 Einsätzen.
Die Polizei bewertete die Nacht insgesamt als ruhig und zog ein überwiegend positives Fazit. Die Einsatzanlässe waren mehrheitlich niederschwellig: In elf Fällen mussten die Beamten wegen Ruhestörungen ausrücken. Zehn Sachbeschädigungen wurden noch in der Nacht gemeldet, im Vorjahr waren es sieben gewesen.
Besonders deutlich stieg der dabei entstandene Sachschaden an: Er belief sich auf rund 6.500 Euro, verglichen mit 1.250 Euro im Jahr 2025. Das Polizeipräsidium weist darauf hin, dass das genaue Ausmaß eventueller Beschädigungen erfahrungsgemäß erst in den nächsten Tagen vollständig bekannt wird. Die aktuellen Zahlen stellen daher nur einen bisherigen Sachstand dar.
Bei Körperverletzungsdelikten nahmen die Beamten elf Anzeigen auf – zwei mehr als im Vorjahr mit neun Fällen. Ein besonderer Vorfall ereignete sich in Kempten: Eine 20-jährige Gambierin griff drei Polizeikräfte tätlich an und verletzte sie dabei leicht. Die Beamten konnten ihren Dienst jedoch fortsetzen.
Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West bedankte sich bei allen Bürgern, die sich in der Freinacht an Recht und Gesetz gehalten und die Grenzen des Brauchtums nicht überschritten haben. Gleichzeitig betonte es, dass die Freinacht keineswegs ein Freibrief für Straftaten und die mutwillige Zerstörung fremden Eigentums sei.