Bei einem schweren Verkehrsunfall an der Kreuzung Dachauer Straße Ecke Landshuter Allee in München-Neuhausen-Nymphenburg sind am Samstagnachmittag fünf Personen leicht verletzt worden. Ein 19-jähriger Fahrer aus dem Landkreis Pfaffenhofen bog mit seinem Ford Kleintransporter an einer nicht dafür vorgesehenen Stelle ab und kollidierte mit einer Trambahn, die daraufhin entgleiste.
Der Unfall ereignete sich gegen 14:35 Uhr, als der junge Mann stadteinwärts auf der Dachauer Straße fuhr und nach links in Richtung Olympiapark abbiegen wollte. Neben ihm fuhr zeitgleich eine Trambahn, die von einem 50-jährigen Trambahnfahrer gelenkt wurde. Bei dem Zusammenstoß wurden der 19-jährige Fahrer sowie seine drei Mitfahrer – ein 19-Jähriger und zwei 21-Jährige – leicht verletzt. Auch eine 72-jährige Frau, die sich in der Trambahn befand, erlitt leichte Verletzungen.
Der Sachschaden ist erheblich: Die Polizei schätzt ihn auf mehrere Hunderttausend Euro. Die entgleiste Trambahn musste von Feuerwehrkräften und der MVG wieder aufs Gleis gesetzt werden. Wegen der Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten war die Kreuzung etwa drei Stunden lang gesperrt, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte. Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang übernommen.
Am selben Tag wurde die Polizei zu einem ganz anderen Vorfall gerufen: Ein 58-jähriger Mann aus Hamburg fotografierte am Stachus Frauen unter den Rock. Der Deutsche hielt sich gegen 16:45 Uhr im Bereich der Rolltreppe auf, die vom Zwischengeschoss des Stachus auf den südlichen Teil des Karlsplatzes führt. Ein Zeitungsverkäufer beobachtete die Tat und sprach einen 55-jährigen Münchner an, der daraufhin den Polizeinotruf verständigte.
Der Zeuge verfolgte den Tatverdächtigen bis in die Schillerstraße, wo er von einer Polizeistreife vorläufig festgenommen werden konnte. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde ein richterlicher Beschluss zur Durchsuchung des Hotelzimmers in München sowie der Hamburger Wohnung erlassen. Auf dem sichergestellten Handy fanden sich eindeutige Fotos. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurde der 58-Jährige wieder entlassen. Die Münchner Kriminalpolizei ermittelt wegen sogenannten „Upskirtings“. Die Polizei sucht noch den unbekannten Zeitungsverkäufer (BISS-Zeitung), der sich als wichtiger Zeuge melden soll.
Bereits am Freitagabend hatte sich ein weiterer Vorfall ereignet: Eine 27-jährige Frau aus dem Landkreis Starnberg fuhr gegen 22:45 Uhr beim Ausparken mit ihrem Audi rückwärts gegen einen geparkten VW – einen zivilen Polizeiwagen – und flüchtete anschließend vom Unfallort. Ein aufmerksamer 44-jähriger Zeuge mit rumänischer Staatsangehörigkeit aus Fürstenfeldbruch meldete den Vorfall bei der Polizeiwache.
Das Auto der Unfallverursacherin wurde etwa eine Stunde später in der Prannerstraße gefunden. Als die 27-Jährige zu ihrem Fahrzeug kam, stellten die Beamten Alkoholgeruch fest. Ein Atemalkoholtest bestätigte den Verdacht, woraufhin eine Blutprobe entnommen und der Führerschein sichergestellt wurde. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere Tausend Euro. Die Münchner Verkehrspolizei ermittelt wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, unerlaubten Entfernens vom Unfallort und weiteren Verkehrsdelikten.
Von Sonntag bis Dienstag ereignete sich außerdem eine Diebstahlserie in Münchner Tiefgaragen. In 15 bekannten Fällen entwendeten Unbekannte Bauteile aus geparkten Fahrzeugen – einem Audi und mehreren Mercedes. In der Nacht vom 24. auf den 25. Mai brachen die Täter in einer Sammeltiefgarage in der Nawiaskystraße in Neuperlach gewaltsam in die Fahrzeuge ein und stahlen die im Lenkrad verbauten Airbags.
In der folgenden Nacht schlugen sie in München-Aubing zu: Dort bauten sie Mercedessterne aus dem Kühlergrill samt der dahinter befindlichen Sensorik aus und entwendeten sie. Betroffen waren Straßen im Freihammer Weg, in der Kunreuthstraße, im Hörweg, in der Christel-Sembach-Krone-Straße und in der Ellis-Kaut-Straße. Der Beuteschaden beläuft sich auf mehrere Zehntausend Euro. Das Kommissariat 54 führt die Ermittlungen und geht aufgrund des zeitlichen Zusammenhangs und der Begehungsweise von einem Tatzusammenhang aus. Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, sich unter 089 2910-0 zu melden.