Führungswechsel bei Bayerischer Bereitschaftspolizei: Michael Libionka folgt auf Stefan Weis

Bildmarke der Bayerischen Bereitschaftspolizei, Polizeistern mit Bayernwappen und Wappentier der BePo, dem Panther

Bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei hat ein Führungswechsel stattgefunden: Der Bayerische Innenstaatssekretär Sandro Kirchner verabschiedete am 22. Mai 2026 den bisherigen Vizepräsidenten Stefan Weis und führte dessen Nachfolger Michael Libionka in das Amt ein.

Der Festakt in Bamberg wurde vom Präsidenten der Bayerischen Bereitschaftspolizei Michael Dibowski eröffnet und vom Polizeiorchester Bayern musikalisch begleitet. Rund 100 Gäste aus Politik, Justiz, benachbarten Behörden und Institutionen, Vertreter der Kirchen und Glaubensgemeinschaften sowie zahlreiche Führungskräfte umliegender Polizeidienststellen folgten der Einladung des Bayerischen Innenministeriums.

Dibowski bedankte sich bei Weis für dessen „stets menschliche Art der Führung, Leitung und Repräsentation der Bayerischen Bereitschaftspolizei“. Seinem Nachfolger Libionka sicherte er die uneingeschränkte Unterstützung aller Kolleginnen und Kollegen zu.

Stefan Weis hatte zum 1. April 2026 das Amt des Polizeipräsidenten des Polizeipräsidiums Unterfranken übernommen. Seine Polizeilaufbahn begann 1987 im mittleren Polizeivollzugsdienst. Zunächst war er sieben Jahre bei Einsatzeinheiten der Bayerischen Bereitschaftspolizei sowie im Streifendienst im Polizeipräsidium München tätig. 1997 stieg er in den gehobenen Polizeivollzugsdienst auf und hatte verschiedene Funktionen beim Polizeipräsidium Unterfranken und beim Bayerischen Landeskriminalamt inne.

Nach seinem Studium zum Aufstieg in den höheren Polizeivollzugsdienst wechselte Weis 2007 zum Präsidium der Bayerischen Bereitschaftspolizei. Als Koordinator des Projekts zur Einführung des integrierten Zeitmanagementsystems bei der Bayerischen Polizei und während einer darauffolgenden Bewährungszeit im Bayerischen Innenministerium stellte er seine Führungsqualitäten unter Beweis. Für das IT-Großprojekt „Polizei 2020“ leistete er auch ein halbes Jahr Dienst im Bundeskriminalamt.

Nach einer etwa dreijährigen Tätigkeit in leitender Funktion im Bereich Organisation und Dienstbetrieb beim Polizeipräsidium München kehrte Weis 2021 zum Präsidium der Bayerischen Bereitschaftspolizei zurück, wo er zum Polizeivizepräsidenten ernannt wurde. Laut Kirchner habe er als solcher „überzeugt und sich umfassend bewährt“.

Besonders hervorgehoben wurde Weis‘ Leitung der AG MINa (Arbeitsgruppe zur Modifizierung und Intensivierung der Nachwuchsgewinnung). Durch diese Arbeit leistete er einen wichtigen Beitrag dazu, in Zeiten eines wandelnden Arbeitsmarktes eine solide Bewerbersituation zu schaffen und aufrechtzuerhalten. Seine Erkenntnisse im Bereich der Nachwuchswerbung führten zur Gründung der neuen Abteilung Polizeikarriere. Zuletzt war Weis mit dem Aufbau des Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrums der Bayerischen Polizei beauftragt. Die Planung, Konzeptionierung und Umsetzung gelang trotz eines sehr ambitionierten Zeit- und Ressourcenplans.

Michael Libionka war bis zu seiner Ernennung Leiter der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt. Seine Polizeilaufbahn begann 1988 als Polizeipraktikant bei der PI Neustadt a. d. Saale, ein Jahr später startete er die Ausbildung im mittleren Polizeivollzugsdienst. Nach dem erfolgreichen Abschluss wechselte er jedoch auf eigenen Wunsch in die freie Wirtschaft, wo er zwischen 1992 und 1995 eine Ausbildung absolvierte und beruflich tätig war.

1995 kehrte Libionka in den Polizeiberuf zurück und war bis zum Aufstieg in den gehobenen Polizeivollzugsdienst 2003 sowohl in geschlossenen Einheiten der Bereitschaftspolizei als auch im Einzeldienst beim Polizeipräsidium Unterfranken eingesetzt. Zwischen 2003 und 2009 stellte er seine Führungsqualitäten bei verschiedenen Tätigkeiten beim Polizeipräsidium Unterfranken unter Beweis, wodurch er sich für das Studium zum Aufstieg in den höheren Polizeivollzugsdienst qualifizierte.

An das Studium schloss sich eine sechsjährige Verwendung als Sachbereichsleiter Einsatz und stellvertretender Inspektionsleiter der PI Schweinfurt an, bevor er 2017 in das Präsidium der Bayerischen Bereitschaftspolizei wechselte. Als Leiter des Sachgebiets PE fungierte Libionka hier zugleich als Beauftragter für Polizeiliches Einsatztraining der Bayerischen Polizei.

2021 kehrte er zum Polizeipräsidium Unterfranken zurück, wo er als Sachgebietsleiter im Bereich Organisation und Dienstbetrieb, als Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Würzburg und schließlich als Leiter der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt tätig war. Mit der Übernahme des Amts des Polizeivizepräsidenten der Bayerischen Bereitschaftspolizei zum 1. April 2026 erfolgte seine Rückkehr an eine alte Wirkungsstätte.

Die Berufung in das Amt des Polizeivizepräsidenten stelle für Kirchner den „Ritterschlag“ dar. Er gratulierte Libionka im Namen der gesamten Bayerischen Staatsregierung und wünschte ihm für den neuen beruflichen Lebensabschnitt bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei gutes Gelingen.

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