Bei einer großangelegten Kontrollmaßnahme gegen kriminelle Clanstrukturen haben Polizei und Behörden am Donnerstag mehrere Verstöße in Oldenburg und im Ammerland festgestellt. Die Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland führte die koordinierte Aktion gemeinsam mit Steuerfahndung, Zoll, der Stadt Oldenburg und dem Landkreis Ammerland durch.
Am Vormittag überprüften die Einsatzkräfte mehrere Objekte in einem Gewerbegebiet im Ammerland. Bei zwei Betrieben ergaben sich nach ersten Erkenntnissen Hinweise darauf, dass keine erforderlichen Genehmigungen für die Betriebsstätten vorlagen. Der Landkreis Ammerland nahm entsprechende Ermittlungen auf.
Am Nachmittag kontrollierten die Beamten mehrere Betriebe im Stadtgebiet Oldenburg. In einem Kiosk in der Oldenburger Innenstadt stellten sie 24 Lachgaspatronen sicher. Der Verkauf ist seit Beginn dieses Monats verboten. Gegen den Betreiber wurde ein Verfahren wegen eines Verstoßes gegen das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz eingeleitet.
Bei einem weiteren Verkaufsstand stellten die Kontrolleure mehrere Verstöße gegen die Bauordnung fest. In einem anderen Betrieb sicherten die Einsatzkräfte diverse Tabakerzeugnisse, die aufgrund ihrer Verpackung und des Inhaltes augenscheinlich nicht für den Verkauf bestimmt waren. Die Sicherstellung und weitere Bearbeitung der Verfahren erfolgt durch die Stadt Oldenburg.
Anschließend kontrollierten die Beamten mehrere Personen auf dem Schlossplatz. Bei zwei jungen Männern konnten sie Betäubungsmittel sicherstellen, darunter verkaufsfertige Ecstasy-Einheiten. Beide wurden für weitere Maßnahmen zur Polizeidienststelle gebracht.
„Solche gemeinsamen Kontrollmaßnahmen sind von zentraler Bedeutung, um mögliche kriminelle Strukturen und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und konsequent zu unterbinden“, erklärte der Leiter der Polizeiinspektion, Leitender Polizeidirektor Thomas Weber. „Die aktuellen Kontrollen zeigen deutlich, dass die Zusammenarbeit der einzelnen Behörden erfolgreich und vertrauensvoll funktioniert. Wir werden auch in Zukunft gemeinsam mit unseren Partnern derartige Maßnahmen durchführen.“
Die Polizei und die weiteren beteiligten Behörden werten die Ergebnisse der Maßnahmen nun aus und prüfen, welche weiteren Schritte erforderlich sind. Auch künftig sollen vergleichbare Kontrollen im Rahmen der Sicherheitspartnerschaft durchgeführt werden.