Großrazzia gegen Fußball-Ultras: 47 Durchsuchungen in Thüringen

(Symbolbild)

Die Kriminalpolizei Jena hat am Dienstag eine Großrazzia gegen 20 Tatverdächtige aus der Fußball-Fanszene durchgeführt. Insgesamt 47 Durchsuchungsbeschlüsse wurden in Jena, Kahla, Saalfeld und Gera vollstreckt.

Den Verdächtigen werden verschiedene Straftaten vorgeworfen: Landfriedensbruch, Nötigung im Straßenverkehr, Raub sowie zahlreiche Sachbeschädigungen durch Graffiti mit Fußballbezug. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Gruppe mehrere Züge mit Graffiti besprüht hat, die einen Bezug zur Fanszene des FC Carl Zeiss Jena haben.

Besonders rücksichtslos gingen die Täter in zwei Fällen vor: Sie betätigten die Notbremse in fahrenden Zügen mit Fahrgästen an Bord, um die Weiterfahrt zu stoppen und anschließend die Waggons zu besprühen. Dabei nahmen sie eine Gefährdung unbeteiligter Personen bewusst in Kauf.

Nach Einschätzung der Polizei wurden durch diese Straftaten der Rechtsfrieden und die öffentliche Sicherheit teilweise erheblich gestört. Das Motiv für die Taten vermuten die Ermittler im Umfeld rivalisierender Fußballfangruppierungen.

» Weitere Polizeimeldungen