Bei einer hamburgweiten Verkehrskontrolle am Donnerstag haben 219 Polizistinnen und Polizisten über 750 Verstöße festgestellt. Die 16-stündige Aktion von 6 bis 22 Uhr unter dem Motto „Mobil. Aber sicher!“ richtete sich vor allem gegen Verstöße von Zweiradfahrern.
Die Verkehrsdirektion Innenstadt/West leitete die Kontrollen, an denen sich alle Verkehrsdirektionen sowie die Schutz- und Wasserschutzpolizei beteiligten. Dabei führten die Beamten mobile und stationäre Kontrollen durch, da immer mehr Menschen Zweiräder als Alternative zum Auto nutzen und dadurch neue Herausforderungen für die Verkehrssicherheit entstehen.
Besonders häufig registrierten die Polizisten Parkverstöße (214 Mal) und Rotlichtverstöße von Autofahrern, Zweiradfahrern und Fußgängern (158 Mal). 88 Verkehrsteilnehmer nutzten verbotenerweise ihr Handy, 45 fuhren auf dem Gehweg und 31 waren zu schnell unterwegs. Weitere Verstöße waren das Befahren von Einfahrtverboten (16 Mal), Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss (10 Mal) sowie Verstöße gegen die Ladungssicherung (8 Mal) und die Anschnallpflicht (7 Mal).
Bei den Straftaten führten Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz mit zehn Fällen die Liste an, gefolgt von fünf Fällen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Die Beamten stellten außerdem 22 Mängelmeldungen aus, ordneten elf Blutprobenentnahmen an und untersagten 38 Personen die Weiterfahrt.
Zu den besonderen Vorfällen gehörte die Kontrolle eines 20-jährigen ukrainischen Paketboten, der einen offenbar gefälschten deutschen Führerschein vorlegte. Das mutmaßliche Falsifikat wurde beschlagnahmt, zudem besteht der Verdacht, dass sich der Mann illegal in Deutschland aufhält. Die Polizei leitete entsprechende Strafverfahren ein.
Auf dem Gelände der Verkehrsdirektion Ost kontrollierten die Beamten einen 24-jährigen Deutschen, der seinen E-Scooter unter Drogeneinfluss fuhr. Bei ihm fanden sie eine geringe Menge Marihuana, verschreibungspflichtige Medikamente, eine Feinwaage und weitere Beweismittel, die wegen Verdachts des Drogenhandels beschlagnahmt wurden. Eine Blutprobe wurde angeordnet.
Auf der Autobahn 7 bei Waltershof stoppten die Polizisten einen 55-Jährigen, der in einem importierten US-Feuerwehrfahrzeug missbräuchlich Sonder- und Wegerechte eingeschaltet hatte. Das Fahrzeug war mit funktionstüchtigen Sondersignalen ausgestattet, die der Fahrer im Beisein der Beamten außer Betrieb setzen musste.
Die Präventionsabteilung der Verkehrsdirektion führte begleitend zahlreiche Aufklärungsgespräche. Die Hamburger Polizei kündigte an, auch künftig solche Kontrollen durchzuführen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren.