Hamburg: Grundsteinlegung für neues Feuerwehrhaus in Moorburg

(Symbolbild)

In Hamburg-Moorburg wurde am heutigen Tag der Grundstein für den Neubau der Freiwilligen Feuerwehr gelegt. An der Zeremonie nahmen Thomas Schuster, Staatsrat der Behörde für Inneres und Sport, Christian Carstensen, Bezirksamtsleiter Harburg, Jörg Sauermann, Leiter der Feuerwehr Hamburg, Harald Burghart, Landesbereichsführer der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg sowie Jan Zunke, Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH, teil.

Der moderne und nachhaltige Neubau entsteht auf einem rund 2.300 Quadratmeter großen Grundstück am Moorburger Elbdeich und erhält eine Bruttogrundfläche von 625 Quadratmetern. Das neue Gebäude soll dem gestiegenen Platz- und Funktionsbedarf der Wehr gerecht werden und das Bestandsgebäude ergänzen, das künftig der Jugendfeuerwehr dient.

„Mit dem Neubau der Freiwilligen Feuerwehr Moorburg schaffen wir moderne Rahmenbedingungen für Einsätze, Ausbildung und das Miteinander in der Wehr“, erklärte Staatsrat Thomas Schuster. „Damit stärken wir dauerhaft die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr und die Innere Sicherheit in Hamburg.“ Die ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden leisteten täglich einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger.

Bezirksamtsleiter Christian Carstensen hob die besondere Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr in dezentralen Stadtteilen hervor: „Gerade in Moorburg ist die Freiwillige Feuerwehr häufig als erste Einheit am Einsatzort.“ Das ehrenamtliche Engagement verdiene höchste Anerkennung und bestmögliche Rahmenbedingungen.

Feuerwehr-Chef Jörg Sauermann verwies auf die lange Tradition: „Bereits seit 1893 gibt es die Freiwillige Feuerwehr Moorburg.“ Mit dem Neubau erhielten die Kameradinnen und Kameraden ein hochmodernes Gebäude für ihren unverzichtbaren gesellschaftlichen Beitrag. Harald Burghart, Landesbereichsführer der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg, betonte: „Mit dem heutigen Grundstein legen wir nicht nur das Fundament für ein modernes Feuerwehrhaus, sondern stärken auch nachhaltig die Einsatzfähigkeit und Zukunftsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr Moorburg.“

Der eingeschossige Baukörper mit teilweiser Unterkellerung fügt sich harmonisch in die Hanglage und die bestehende Umgebung am Moorburger Elbdeich ein. Die geschwungene Fassadengestaltung orientiert sich am natürlichen Geländeverlauf und greift die traditionelle Bauweise entlang des Elbdeichs auf. Als prägendes Fassadenmaterial kommt recycelter Stein zum Einsatz, der sowohl den nachhaltigen Anspruch unterstreicht als auch eine ortstypische Gestaltung gewährleistet.

Im nördlichen Gebäudeteil entstehen Fahrzeugremise und Alarmhof mit direkter Ausfahrt zum Moorburger Elbdeich. Daran angrenzend befinden sich Umkleide-, Sanitär- und Lagerräume. Im südlichen Bereich sind ein großer Besprechungsraum mit Küche sowie Büroräume vorgesehen. Großzügige Fensterflächen ermöglichen dort einen freien Blick in die Moorlandschaft.

Besonderes Augenmerk liegt auf einer ressourcenschonenden und energieeffizienten Bauweise. Das Gebäude der Gebäudeklasse 3 wird mit nachhaltiger Haustechnik, umweltfreundlichen Materialien sowie modernen Sicherheits- und Kommunikationssystemen ausgestattet. Ergänzend sind umfangreiche Begrünungsmaßnahmen vorgesehen, darunter eine begrünte Westfassade, neue Baumpflanzungen sowie zusätzliche Nistkästen und ökologisch aufgewertete Außenanlagen.

Die Außenanlagen werden umfassend neugestaltet und erhalten insgesamt 15 Pkw-Stellplätze, davon mehrere mit vorbereiteter beziehungsweise nachrüstbarer E-Ladeinfrastruktur, sowie zehn Fahrradstellplätze. Ein klar gegliedertes Wegekonzept mit separater Fahrbahn und farblich abgesetztem Fußweg gewährleistet sichere Verkehrsabläufe auf dem Gelände.

Die Maßnahme wird durch die Hamburgische Immobiliengesellschaft für Polizei- und Feuerwehrgebäude mbH & Co. KG (P+F KG) realisiert und anschließend an die Behörde für Inneres und Sport – Feuerwehr Hamburg verpachtet. Die Übergabe ist für Juni 2027 vorgesehen.

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