In Hamburg hat die Polizei einen mutmaßlichen Kokain-Ring zerschlagen und dabei mehr als 80 Kilogramm der Droge beschlagnahmt. Am Montag wurden acht Personen festgenommen, die im Verdacht stehen, gemeinsam mit Kokain in großen Mengen gehandelt zu haben.
Beamte des Drogendezernats hatten sieben Männer im Alter von 20 bis 49 Jahren und eine 22-jährige Frau ins Visier genommen. Die Verdächtigen haben deutsche, bulgarische, türkische und afghanische Staatsangehörigkeit. Sie sollen arbeitsteilig den Drogenhandel betrieben haben.
Am Montagvormittag gegen 10.36 Uhr beobachteten Ermittler in Wilhelmsburg am König-Georg-Deich, wie aus einem Lastwagen zwei Paletten einer Frachtsendung umgeladen und an einem anderen Ort umgepackt wurden. Als die Polizei zugriff, versuchten einzelne der sechs Männer zu flüchten. Ein Beamter gab einen Warnschuss in die Luft ab – verletzt wurde dabei niemand. In der Frachtsendung fanden die Polizisten rund 80 Kilogramm Kokain.
Zur gleichen Zeit durchsuchten andere Beamte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft und des Amtsgerichts eine Wohnung in Eimsbüttel. Dort nahmen sie die 22-jährige Deutsche und einen 20-jährigen Mann fest. In der Wohnung stellten sie 71 Verpackungseinheiten mit Kokain und etwa 1.000 Euro Bargeld sicher.
Der 20-jährige Deutsche wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen. Gegen die sechs anderen Männer erließ ein Haftrichter Haftbefehle – sie kamen ins Untersuchungsgefängnis. Auch die 22-jährige Frau wurde wieder freigelassen, da sich der Tatverdacht gegen sie nicht erhärten konnte.
Die gemeinsamen Ermittlungen von Drogendezernat und Staatsanwaltschaft Hamburg laufen weiter.