Hamburg befindet sich derzeit in einer Phase mäßiger Bodentrockenheit, wie der aktuelle Dürre-Monitor des UFZ Helmholtz-Zentrums zeigt. Die Karte vom 13. Mai weist für die Hansestadt überwiegend gelbe bis beige Bereiche aus, was auf eine unzureichende Bodenfeuchte hindeutet.

Während Hamburg selbst von mäßiger Trockenheit betroffen ist, zeigt sich in den umliegenden Regionen ein deutliches Gefälle: Im Westen und Nordwesten Schleswig-Holsteins herrschen noch normale bis feuchte Bodenverhältnisse, erkennbar an den weißen und teilweise gelben Bereichen. Dramatisch anders stellt sich die Situation im Osten dar: Mecklenburg-Vorpommern und das östliche Schleswig-Holstein leiden unter schwerer Dürre mit orange-roten Markierungen auf der Karte.
Die Niederschläge der vergangenen Woche mit 11,3 Millimetern brachten zwar etwas Entspannung, reichen aber nicht aus, um die Bodenfeuchte nachhaltig zu verbessern. Bei den milden Temperaturen um 9,6 Grad verdunstet ein Teil des Wassers bereits wieder. Die Wetterprognose für die kommenden Tage zeigt nur geringe Niederschlagsmengen von 2,2 Millimetern – zu wenig, um die tieferen Bodenschichten zu erreichen und die Trockenheit spürbar zu mildern.
Für die Landwirtschaft in und um Hamburg bedeutet die aktuelle Situation erhöhte Aufmerksamkeit bei der Bewässerung. Während die Wasserversorgung der Stadt nicht gefährdet ist, könnten Gartenbaubetriebe und kleinere Landwirte bereits jetzt zusätzliche Bewässerung benötigen. Die Natur zeigt erste Anzeichen der Trockenheit, wobei Bäume und Sträucher ihre Wasserreserven noch nutzen können.
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