Am Mittwoch ist bei der Polizei Hildesheim eine neue Betrugsmasche bekannt geworden. Unbekannte bestellen dabei Waren auf fiktive Namen und holen sie später als vermeintliche Postboten ab.
Nach bisherigen Erkenntnissen bestellte ein Unbekannter Waren bei einem Telekommunikationsunternehmen. Als Empfänger gab er eine fiktive Person an einer real existierenden Wohnanschrift in Godehardikamp an. Das Paket wurde am Dienstagvormittag zusammen mit anderen Warensendungen an der angegebenen Adresse von der dortigen Bewohnerin entgegengenommen. Sie bemerkte erst nach dem Weggang des Zustellers, dass das Paket an eine ihr völlig unbekannte Person adressiert war und wollte sich am Folgetag darum kümmern.
Am frühen Dienstagabend gegen 18:00 Uhr klingelte jedoch ein Mann in einer gelben Postjacke bei der Bewohnerin. Er gab an, dass sein Kollege ein Paket falsch zugestellt habe und bat um Herausgabe der Sendung, um sie noch rechtzeitig zum Kunden bringen zu können. Nachdem ihm die Warensendung übergeben worden war, verstaute der vermeintliche Postbote sie auf dem Gepäckträger eines Fahrrades und fuhr davon.
Nach Prüfung durch die Ermittler wird ausgeschlossen, dass es sich bei der Person um einen echten Postmitarbeiter handelte. Der Unbekannte wird als etwa 30 Jahre alt, 175 bis 180 cm groß und von schlanker Statur beschrieben. Er hatte kurze, braune Haare, trug Postbotenkleidung und machte eine insgesamt gepflegte Erscheinung.
Zeugen, denen die Person insbesondere im Bereich der Eugen-Bolz-Straße, der Albrecht-Haushofer-Straße oder der Triftstraße aufgefallen ist, oder die sonstige Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 05121/939-115 zu melden.