Polizei durchsucht Wohnungen von rechtsextremistischer Gruppe – neun Beschuldigte

(Symbolbild)

Polizei und Staatsanwaltschaft sind am Donnerstag erneut gegen die rechtsextremistische Gruppierung „weserems.aktion“ vorgegangen. Bei Durchsuchungen in Bremen und Niedersachsen stellten die Ermittler zahlreiche Datenträger, Waffen und rechtsextremistisches Propagandamaterial sicher.

Die Ermittlungen richten sich gegen insgesamt neun Beschuldigte im Alter von 15 bis 24 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, in Messenger-Chatgruppen strafbare Inhalte verbreitet zu haben. Dabei handelt es sich unter anderem um rechtsextremistische Bilder, Sticker und Nachrichten mit Hakenkreuzen, Hitlergrüßen sowie rassistischen und volksverhetzenden Inhalten. Zudem wurden pornographische und gewaltverherrlichende Inhalte festgestellt.

Bereits im August 2025 hatte die Polizei Bremen mit einem größeren Einsatz Wohnungen von mutmaßlichen Mitgliedern der Gruppierung durchsucht. Ziel war es, weitere Straftaten der gewaltbereiten Szene zu verhindern und Beweise zu sichern. Bei einem Beschuldigten entdeckten Ermittler auf einem Mobiltelefon mehrere Chatgruppen mit teilweise strafrechtlich relevanten Inhalten.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Amtsgericht Durchsuchungsbeschlüsse für insgesamt neun Objekte – sechs in Bremen und drei in Niedersachsen. Ermittler und Spezialkräfte durchsuchten die Wohnungen am Donnerstag. Sieben Beschuldigte wurden dabei angetroffen.

Die Beamten stellten unter anderem digitale Endgeräte, mehrere Messer, eine Schreckschusspistole, eine Softairwaffe sowie Propagandamaterial sicher. Die Ermittlungen dauern an. Derzeit werden die sichergestellten Datenträger ausgewertet und mögliche Verbindungen zu rechtsextremistischen Jugendgruppen überprüft.

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