Die Berliner Polizei hat einen 30-jährigen Mann als Tatverdächtigen für einen homophoben Angriff in Friedrichshain identifiziert. Der Mann war nach einem tätlichen Übergriff auf ein schwules Paar im Juli 2021 öffentlich mit Überwachungsfotos gesucht worden.
Der Vorfall ereignete sich am Sonnabend, 10. Juli 2021, gegen 22.30 Uhr auf Höhe des Hauses Andreasstraße 10. Ein 21-jähriger Mann und sein 22-jähriger Partner trafen dort auf eine vierköpfige Gruppe Männer. Aus dieser Gruppe heraus wurde der 21-Jährige von einem unbekannten Mann ins Gesicht geschlagen.
Die beiden Männer hatten zuvor in Höhe einer Bushaltestelle in der Andreasstraße geküsst, als sie auf dem Weg zum S-Bahnhof Ostbahnhof waren. Die vierköpfige Männergruppe stellte sich dem Paar in den Weg. Beim Passieren der Gruppe schlug ein Mann unvermittelt mit der Faust gegen Oberarm und Kopf des 21-Jährigen.
Der Angreifer trug ein weißes T-Shirt, ein schwarzes Basecap, eine kurze schwarze Hose und eine Gürteltasche, die er sich schräg vor seine Brust gehangen hatte. Einer seiner Begleiter trug eine tragbare Musikbox umgehängt, aus der Technomusik zu hören war. Nach der Attacke entfernte sich die Gruppe in Richtung S-Bahnhof.
Das Opfer erlitt leichte Verletzungen am Arm und im Gesicht, die nicht behandelt werden mussten. Der 21-Jährige rief gegen 22.30 Uhr die Polizei zum S-Bahnhof Ostbahnhof und erstattete Anzeige.
Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernahm die Ermittlungen wegen des Verdachts eines homophob motivierten Angriffs. Im Dezember 2021 veröffentlichte die Polizei Fotos aus einer Überwachungskamera und bat die Öffentlichkeit um Mithilfe bei der Identifizierung des Täters.
Durch einen Hinweis aus der Bevölkerung konnte der Gesuchte nun namhaft gemacht werden. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 30-jährigen Mann. Die weiteren Ermittlungen dauern an.