Inflation steigt auf 2,9 Prozent – Energiepreise treiben Teuerung an

via dts Nachrichtenagentur

Die Inflationsrate in Deutschland ist im April weiter gestiegen und erreichte 2,9 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Im März hatte die Teuerung noch bei 2,7 Prozent gelegen. Der jährliche Anstieg der Verbraucherpreise nahm vor dem Hintergrund des Krieges im Nahen Osten weiter an Fahrt auf.

Gegenüber dem Vormonat erhöhten sich die Verbraucherpreise im April voraussichtlich um 0,6 Prozent. Besonders stark wirkten sich die Energiepreise auf die Gesamtteuerung aus: Sie stiegen um 10,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Dies ist der stärkste Preisanstieg bei Energie seit Februar 2023, als die Energiepreise um 19,1 Prozent gegenüber Februar 2022 gestiegen waren.

Die Kerninflation, die Nahrungsmittel und Energie ausklammert und als aussagekräftigerer Indikator gilt, lag dagegen bei 2,3 Prozent. Das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als in den Vormonaten. Damit liegt die Kerninflation mittlerweile klar niedriger als der Gesamtindex.

Bei den anderen Preiskategorien entwickelten sich die Kosten unterschiedlich: Die Preise für Nahrungsmittel stiegen um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Dienstleistungen verteuerten sich um 2,8 Prozent.

» Weitere Deutschland News