Zwei Jugendliche haben am Sonntagnachmittag einen ICE zwischen Osnabrück und Bremen mit einer dickwandigen Glasflasche beworfen und dabei die Frontscheibe beschädigt. Der Vorfall ereignete sich gegen 17:30 Uhr im Ortsteil Belm, als der in Richtung Oldenburg fahrende Zug die Eisenbahnüberführungsbrücke in der Straße „Power Weg“ passierte.
Der Triebfahrzeugführer erkannte die beiden augenscheinlichen Jugendlichen kurz vor der Brücke und wurde von der dickwandigen Flasche an der äußeren Frontscheibe getroffen. Obwohl die Scheibe nicht durchschlug, entstand ein erheblicher Schaden am Triebfahrzeug. Der Lokführer leitete sofort eine Schnellbremsung ein. Glücklicherweise wurde keiner der 600 Reisenden durch den Zwischenfall verletzt.
Die Einsatzkräfte konnten im Nahbereich keine Personen mehr antreffen. Der Vorfall führte zu einer einstündigen Streckensperrung von 17:33 Uhr bis 18:33 Uhr. Die genaue Höhe des entstandenen Sachschadens am Triebfahrzeug wird derzeit noch ermittelt.
Die Bundespolizei hat strafrechtliche Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Sachdienliche Hinweise nimmt die Bundespolizei in Osnabrück unter der Telefonnummer 0541 331280 entgegen.
Die Behörde weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich auf die Gefahren an Bahnanlagen hin. Neben strafrechtlichen Konsequenzen können auch zivilrechtliche Forderungen der Eisenbahnverkehrsunternehmen auf die Verursacher zukommen, wenn es durch das Betreten oder das Bereiten von Hindernissen im Bereich der Bahnanlagen zu einer Beeinträchtigung des Zugverkehrs kommt. Solche Ansprüche können im Einzelfall bis zu 30 Jahre nach der Tat geltend gemacht werden.