Mehrere Alkohol- und Gewaltdelikte im Bereich Lüneburg am Wochenende

(Symbolbild)

In der Region Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen registrierte die Polizei am vergangenen Wochenende mehrere Alkoholfahrten sowie Körperverletzungsdelikte. Besonders auffällig waren dabei drei E-Scooter-Fahrer unter Alkoholeinfluss sowie Gewalttaten bei zwei Schützenfesten.

Der schwerste Zwischenfall ereignete sich am Samstagmorgen in Uelzen: Ein 37-jähriger Radfahrer landete mit 3,44 Promille im Graben. Zeugen berichteten, er habe zuvor in einer Tankstelle alkoholische Getränke konsumiert. Bei der Fahrt zur Polizeistation wehrte er sich gegen die Beamten. Verletzt wurde er beim Sturz nicht.

In Uelzen kontrollierte die Polizei außerdem zwei weitere alkoholisierte Autofahrer: Am Freitag um 15 Uhr erwischten sie einen 57-Jährigen auf seinem E-Scooter mit 0,77 Promille – außerdem hatte der Mann keine gültige Pflichtversicherung. Wenige Stunden später, um 18:30 Uhr, stoppten sie einen 54-jährigen Transporterfahrer mit 1,33 Promille. Dessen Führerschein wurde beschlagnahmt. In der Nacht zum Sonntag um 2:30 Uhr kontrollierten die Beamten in der Ringstraße einen 37-Jährigen E-Scooter-Fahrer wegen auffälliger Fahrweise – Alkoholtest: 1,82 Promille.

Bei zwei Schützenfesten kam es zu Gewalttaten: In Gartow stieß am Freitagabend ein alkoholisierter Mann eine Frau zu Boden. Ein anwesender Polizeibeamter griff ein und wurde daraufhin selbst angegriffen, konnte den Täter aber überwältigen. Am Samstag schlug dort ein alkoholisierter Besucher einem anderen ein Trinkglas auf den Kopf und belästigte weitere Gäste. Beide Täter kamen in Polizeigewahrsam. In Melbeck schlug kurz nach Mitternacht in der Nacht zum Sonntag ein Unbekannter einem 22-jährigen Barnstedter und einem 20-jährigen Lüneburger mit der Faust ins Gesicht. Bei dem Lüneburger stellten die Beamten einen Teleskopschlagstock sicher.

In einer Wohngemeinschaft in Uelzen kam es am Samstagabend zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen einem 23-jährigen Mann und einer 24-jährigen Frau. Die Frau erlitt eine Platzwunde an der Augenbraue, der Mann wurde von der Frau leicht mit einem Messer verletzt. Er kam vorsorglich ins Krankenhaus.

In Lüneburg entwickelte sich am Samstagabend in der Straße Vor dem Bardowicker Tore ein Streit zwischen zwei Männern und einem Pärchen. Als einer der Männer die Frau beleidigte, bedrohlich nahekam und einen Schlagring in die Hand nahm, schlug der Partner der Frau dem Angreifer mit der Faust ins Gesicht. Die Polizei leitete entsprechende Strafverfahren ein.

In Dannenberg im Ortsteil Splietau wurde in der Samstagnacht ein Mann nach verbalen Streitigkeiten ins Gesicht geschlagen und leicht verletzt.

Bei Eigentumsdelikten registrierte die Polizei mehrere Fälle: In Adendorf versuchten Unbekannte während der vergangenen Woche erfolglos in ein Einfamilienhaus einzubrechen – sie hebelten mehrfach an der Terassentür und einem Fenster, die jedoch standhielten. In Lüneburg entwendeten Diebe zwischen Donnerstag und Samstagmorgen Kennzeichen von drei Fahrzeugen in der Straße Am Schützenplatz, ein weiteres Kennzeichen wurde in Kirchgellersen gestohlen. In Wrestedt brachen Unbekannte in der Nacht von Donnerstag auf Freitag den Tankdeckel eines Traktors auf und stahlen 150 Liter Diesel.

Bei Verkehrsunfällen kam am Freitagmittag in Lüchow ein unbekanntes Fahrzeug von der Fahrbahn ab und beschädigte einen geparkten blauen Ford Galaxy, fuhr dann aber weiter. Am Samstagmittag warf in Wustrow im Ortsteil Lensian eine unbekannte Person einen Stein gegen ein fahrendes Auto und zerstörte das Beifahrerfenster – die Fahrerin blieb unverletzt. Am Samstagnachmittag übersah ein Autofahrer bei Bösel beim Überqueren der B 248 einen Radfahrer auf dem Radweg. Dieser konnte noch ausweichen, stürzte dabei aber und wurde leicht verletzt.

Ein ungewöhnlicher Zwischenfall ereignete sich am Samstagvormittag auf der Elbe bei Neu Darchau: Bei einer Bootsübung der Freiwilligen Feuerwehr Neuhaus misslang ein Wendemanöver, drei Feuerwehrleute gingen über Bord und das führerlose Boot fuhr in die Uferböschung. Alle drei Personen konnten gerettet werden, eine erlitt einen leichten Schock.

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