Lüneburg: Anstieg von Kleinanzeigen-Betrug und Vegetationsbrände beschäftigen Polizei

(Symbolbild)

Die Polizei Lüneburg verzeichnet einen erneuten Anstieg von Betrugstaten über Kleinanzeigenportale und musste am Wochenende mehrere Vegetationsbrände sowie Einbrüche bearbeiten. Besonders die Betrugsmasche mit gefälschten Bezahlseiten sorgt für hohe Schäden.

Zu Vegetationsbränden musste die Feuerwehr am 3. Mai zweimal ausrücken. Gegen 16:45 Uhr brannte ein Bereich von 100 Quadratmetern an der Landesstraße 233 bei Melbeck. Bereits um 13:45 Uhr war es zu einem kleineren Flächenbrand in einem Waldbereich am Elbe-Seiten-Kanal bei Scharnebeck gekommen. Die Feuerwehr konnte jeweils eine weitere Ausbreitung verhindern. Polizei und Feuerwehr mahnen aufgrund der anhaltenden Trockenheit und Waldbrandgefahr zu umsichtigem Verhalten.

In Dahlenburg nahmen Polizisten am Freitagabend einen 46-jährigen Mann in Gewahrsam, nachdem er einen Jugendlichen beleidigt und mit Schlägen bedroht hatte. Der Mann aus Dahlenburg war gegen 20:15 Uhr Am Markt aggressiv und distanzlos aufgetreten. Auch gegenüber den einschreitenden Polizisten verhielt er sich aggressiv, so dass diese trotz mehrmaliger Androhung Pfefferspray einsetzen mussten. Nach einer kurzen Behandlung durch Rettungskräfte kam der 46-Jährige zur Verhinderung weiterer Straftaten in Polizeigewahrsam. Die Polizei ermittelt wegen Beleidigung und Bedrohung.

In der Heinrich-Banse-Straße in Bleckede brachen Unbekannte zwischen dem 2. und 3. Mai in ein Einfamilienhaus ein. Die Täter hatten eine Terrassentür aufgebrochen und sich im Gebäude umgeschaut. Sie stahlen Schmuck im Wert von einigen hundert Euro. Die Polizei Lüneburg bittet um Hinweise unter 04131-607-2215.

Auf Baustellen in Lüneburg kam es am Wochenende zu mehreren Diebstählen. Zwischen dem 2. und 4. Mai brachen Unbekannte auf einer Baustelle Am Schützenplatz verschiedene Baucontainer auf und stahlen Werkzeuge und Maschinen, darunter eine Schieberdrehmaschine und Bohrmaschinen. Der Schaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro. In der Richard-Brauer-Straße transportierten Unbekannte am frühen Morgen des 4. Mai eine 150 Kilogramm schwere Rüttelplatte der Marke Weber von einem umzäunten Baustellengelände. Auch hier entstand ein Schaden von mehreren tausend Euro.

Anstieg von Kleinanzeigen-Betrug

Besonders beschäftigt die Lüneburger Polizei der erneute Anstieg von Betrugstaten über Kleinanzeigenportale. In den vergangenen Wochen gingen vermehrt Betrugsanzeigen ein, bei denen Täter über gefälschte Bezahlseiten die Daten von Verkäufern abgriffen. Die ergaunerten Geldbeträge lagen teilweise bei mehreren hundert Euro.

Die Betrüger melden sich kurz nach Einstellung eines Artikels bei den Verkäufern und senden ohne Verhandlung einen Link oder QR-Code zu. Dahinter verbirgt sich eine täuschend echte Kopie der Verkaufsplattform, auf der die Opfer ihre Bankdaten eingeben sollen. Mit diesen Daten überweisen die Täter anschließend das Geld ins Ausland, wo ein Rückerhalt meist schwierig ist.

Die Polizei rät, keine Links anzuklicken, die im Zusammenhang mit Kaufabwicklungen zugesandt werden, und ausschließlich die offiziellen Bezahlfunktionen der jeweiligen Verkaufsplattform zu nutzen. Sensible Bankdaten oder TAN-Nummern sollten niemals auf externen Internetseiten eingegeben werden.

Verkehrsunfälle und Geschwindigkeitskontrollen

In Wriedel kam eine 54-jährige Frau am 3. Mai gegen 10:40 Uhr mit ihrer Piaggio von der Fahrbahn ab. Sie befuhr die Landesstraße 250 in Brockhöfe Bahnhof, als sie in einer Rechtskurve stürzte. Die Frau erlitt leichte Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Am Kraftrad entstand Sachschaden.

In Uelzen kollidierten am 4. Mai gegen 10:40 Uhr zwei Pkw an einer Ampel auf der Lüneburger Straße. Die beiden Insassen des vorderen Fahrzeugs verletzten sich dabei leicht. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden.

Bei Geschwindigkeitskontrollen stellte die Polizei mehrere schwere Verstöße fest. Auf der Kreisstraße 8 bei Küsten wurden am 30. April innerhalb weniger Stunden sieben Verstöße gemessen. Das schnellste Fahrzeug erreichte 138 km/h bei erlaubten 80 km/h. Bei zwei Verstößen droht ein Fahrverbot. Auf der Bundesstraße 4 bei Bad Bevensen wurden am Abend des 3. Mai binnen 45 Minuten zehn Verstöße festgestellt. Ein Audi-Fahrer wurde mit 151 km/h bei erlaubten 100 km/h gemessen.

In Bienenbüttel entdeckte ein Anwohner am 3. Mai Beschädigungen an einer Laterne, einem Stromkasten und einem angrenzenden Zaun im Wiesenweg. Die Polizei geht von einer Verkehrsunfallflucht aus, die sich seit dem 2. Mai ereignet haben soll. Der Schaden beträgt einige hundert Euro.

Außerdem sucht die Polizei ein Schulkind, das am 27. April gegen 7:45 Uhr in der Uelzener Straße plötzlich vor eine 16-jährige E-Scooter-Fahrerin getreten war. Bei der leichten Kollision entstand am Scooter ein Sachschaden von 300 Euro. Verletzt wurde niemand, das Kind ging weiter.

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