Bremen-Neustadt – Zwei Gewalttaten haben am Donnerstag, dem 28. April 2026 zwischen 13:45 Uhr und 20:00 Uhr, die Polizei in der Bremer Neustadt beschäftigt. Ein 24-Jähriger wurde mit einer Machete schwer verletzt, dabei wurden ihm zwei Finger durchtrennt. Mehrere Tatverdächtige aus Algerien und Marokko stellten die Beamten wenig später in der Wohnung der Opfer.
Den Ausgangspunkt bildete die Große Johannisstraße Ecke Süderstraße im Ortsteil Alte Neustadt: Dort hielten sich die beiden jungen Männer im Alter von 22 und 24 Jahren draußen in der Nähe ihrer Wohnung auf, als unvermittelt ein Bekannter hinzukam. Dieser Mann gehört zu einer Gruppe, die derzeit bei den beiden übernachtet. Ohne erkennbaren Anlass schlug er mit einer Machete von oben auf den 24-Jährigen ein. Das Opfer versuchte sich mit seinen Armen und Händen zu schützen und erlitt dabei schwere Verletzungen an der Hand, wobei zwei Finger durchtrennt wurden. Er wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der Angreifer flüchtete noch vor dem Eintreffen der Polizei.
Zu einem weiteren Einsatz wurde die Polizei kurz darauf in die Wohnung des 22- und 24-Jährigen gerufen, wo es erneut zu einer Auseinandersetzung gekommen war. Dort konnten die Beamten mehrere Tatverdächtige aus Algerien und Marokko stellen und unter anderem ihre Mobiltelefone beschlagnahmen. Einer der Gestellten rückte dabei hinsichtlich des Machetenangriffs in den Fokus der Ermittlungen. Im weiteren Verlauf fanden Bekannte des 24-Jährigen die Machete in einem Versteck in der Wohnung und übergaben sie an die Polizei.
Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und prüft sowohl die Hintergründe der Tat als auch mögliche Zusammenhänge zur Soko Junge Räuber. Zeugen können sich jederzeit beim Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 0421 362-3888 melden.