Mannheim: 40-Jähriger nach Pfefferspray-Attacke auf Verkäufer in Untersuchungshaft

Schriftzug "HERZTOD"

Nach einer Pfefferspray-Attacke auf einen Verkäufer in den Mannheimer Quadraten ist ein 40-jähriger Deutscher in Untersuchungshaft gekommen. Das Amtsgericht Mannheim erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung.

Der erste Vorfall ereignete sich am 9. April gegen 15:00 Uhr in einem Graffiti- und Pyroladen in den Quadraten. Als der Verkäufer den 40-Jährigen auf ein bestehendes Hausverbot hinwies und ihn des Ladens verwies, kaufte sich der Mann in einem benachbarten Kiosk zwei Bierflaschen – eine aus Plastik und eine aus Glas. Anschließend kehrte er in den Laden zurück und schlug mit der Plastikflasche nach dem Verkäufer. Dieser konnte den Schlag mit dem Arm abwehren und wurde nur von austretendem Bier getroffen. Nach dem Verlassen des Ladens rief der Tatverdächtige den Verkäufer an und drohte ihm mit dem Tod.

Am 27. April gegen 13:30 Uhr suchte der 40-Jährige erneut denselben Graffiti- und Pyroladen auf. Dort sprühte er dem Verkäufer unvermittelt Pfefferspray ins Gesicht, was zu Schmerzen und Augenreizungen führte. Beim Verlassen des Ladens drohte er dem Geschädigten, ihm beim nächsten Mal ein Messer in den Hals zu stecken.

Die Polizei nahm den Tatverdächtigen am Dienstag, 5. Mai fest. Am Nachmittag des 6. Mai wurde er dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Mannheim vorgeführt, der den Haftbefehl wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit Bedrohung erließ. Anschließend wurde der Mann in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Zusätzlich besteht gegen den 40-Jährigen der Verdacht, dass er im Stadtgebiet Mannheim Gebäudefassaden, Stromverteilerkästen und ähnliche Gegenstände mit dem Schriftzug „HERZTOD“ besprüht und dadurch beschädigt hat. Das Polizeirevier Mannheim-Innenstadt bittet Personen, deren Eigentum mit diesem Schriftzug beschädigt wurde und die dies noch nicht zur Anzeige gebracht haben, sich unter 0621 1258-0 zu melden.

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