Zeit für eine erste Bilanz der Woche vom 25.05. bis 31.05.2026 in Baden-Württemberg: Die Polizei hatte mit mehreren schweren Gewaltverbrechen zu tun, darunter eine lebensgefährliche Messerattacke und ein dramatischer Zwischenfall an der französischen Grenze. Hinzu kommen zwei Todesfälle bei Verkehrsunfällen und umfangreiche Ermittlungen im Drogenhandel.
Den schwersten Vorfall der Woche meldet die Polizei aus Schwäbisch Gmünd: Ein 27-jähriger Mann wurde am Freitagabend durch ein Messer oder einen anderen spitzen Gegenstand attackiert und lebensgefährlich verletzt. Der Angriff ereignete sich gegen 19 Uhr an der Kapuzinergasse auf Höhe des Milchgäßles, unmittelbar vor der Tat soll es eine lautstarke Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gegeben haben. Mehr dazu
Zu einem dramatischen Zwischenfall kam es in der Nacht zum Freitag bei einer Einreisekontrolle auf der Europabrücke in Kehl: Bundespolizisten mussten ihre Schusswaffen einsetzen, nachdem ein 21-jähriger französischer Autofahrer mehrfach auf Beamte zugefahren war. Zwei Bundespolizisten griffen daraufhin zur Dienstwaffe und gaben Schüsse in Richtung des Renault ab, diese stammten jedoch nicht von den Schüssen der Polizei. Die Staatsanwaltschaft Offenburg erwirkte gegen den französischen Staatsangehörigen einen europäischen Haftbefehl wegen versuchten Tötungsdelikts. Mehr dazu
Bei einem schweren Verkehrsunfall in Dotternhausen ist am Freitagnachmittag ein 73-jähriger Mann ums Leben gekommen. Ein 75-jähriger Tesla-Fahrer verlor auf der B27 die Kontrolle über sein Fahrzeug und erfasste den Mann auf einem Parkplatz in der Robert-Koch-Straße. Der Tesla-Lenker wurde schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Mehr dazu
Eine 86-jährige Radfahrerin starb am frühen Freitagmorgen in einer Uniklinik an ihren schweren Verletzungen, die sie bei einem Unfall auf der Landstraße 139 zwischen Rheinfelden-Herten und Wyhlen erlitten hatte. Die Frau war am Donnerstag mit ihrem Fahrrad plötzlich nach links auf die Landstraße gefahren und mit einem Kleintransporter zusammengestoßen. Mehr dazu
Wegen Drogenhandels nahm die Polizei mehrere Personen fest: In Rottenburg kam ein 30-Jähriger in Untersuchungshaft, bei dem über 1,8 Kilogramm Amphetamin, mehr als hundert Gramm Marihuana und ein Dutzend Cannabispflanzen sichergestellt wurden. In Stuttgart wurde ein 30-jähriger Niederländer festgenommen, der rund ein Kilogramm Kokain erworben und weiterverkauft haben soll. Mehr dazu
In Offenburg nahmen Ermittler einen 44-Jährigen wegen illegalem Waffenbesitz fest. Bei der Durchsuchung stellten die Beamten eine scharfe Schusswaffe, mehrere Messer, eine Armbrust samt Bolzen sowie verschiedene Betäubungsmittel sicher. In Rastatt attackierte ein 50-Jähriger am Freitagmittag einen Bekannten mit Pfefferspray und einer Handsäge. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Bei der schweren Gewalttat in Schwäbisch Gmünd am Freitagabend wurde der 27-Jährige durch ein Messer oder einen anderen spitzen Gegenstand attackiert und lebensgefährlich verletzt. In Rastatt verletzte ein 50-Jähriger einen Bekannten mit einer Handsäge, nachdem er ihm zuvor Pfefferspray ins Gesicht gesprüht hatte – Mehr dazu.
Auffällig war in dieser Woche die Häufung schwerer Drogendelikte: Neben den Festnahmen in Rottenburg, Stuttgart und Heidelberg wurde auch am Flughafen Karlsruhe ein gesuchter Drogentäter gefasst. Zudem mussten 37 Menschen in Amstetten ihre Wohnungen verlassen, nachdem ein Bagger eine Gasleitung beschädigt hatte und akute Explosionsgefahr entstand.