Bei einem brutalen Angriff mit Messern und Eisenstangen haben mehrere maskierte Täter am Freitagabend vier bulgarische Arbeiter verletzt. Ein 36-Jähriger erlitt schwere Verletzungen und musste stationär behandelt werden.
Gegen 22 Uhr drangen die Angreifer mit Tüchern und Sturmhauben maskiert in eine Arbeiterunterkunft am U- und S-Bahnhof Moosach in der Bunzlauer Straße ein. Sie attackierten die dort anwesenden Bulgaren im Alter von 29 bis 36 Jahren, die alle keinen festen Wohnsitz in Deutschland haben. Einer der Verletzten kam durch einen scharfkantigen Gegenstand zu schweren Verletzungen und wurde mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.
Die Täter konnten unerkannt flüchten. Ein Großeinsatz mit über 30 Polizeistreifen folgte, umfangreiche Fahndungs- und Spurensicherungsmaßnahmen blieben jedoch erfolglos. Die Angreifer werden als männlich, etwa 20 Jahre alt und hellhäutig beschrieben. Teilweise sollen sie mit österreichischem Dialekt gesprochen haben.
Die Münchner Kriminalpolizei sucht Zeugen, die im Bereich der Bunzlauer Straße und am Bahnhof Moosach verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben. Gesucht werden Hinweise zu Personen, die außer Atem waren, Gegenstände entsorgten oder wegrannten, sowie zu Fahrzeugen, die schnell wegfuhren. Hinweise nimmt das Kommissariat 23 unter Tel. 089 2910-0 entgegen.
In zwei weiteren Fällen ermittelt die Münchner Polizei: Ein 46-jähriger Kasache filmte am 24. April in der Goethestraße vier Bundeswehrsoldaten, beleidigte sie und stellte das Video ins Internet. Es hatte über 200.000 Aufrufe, bevor es gelöscht wurde. Gegen ihn wird wegen Beleidigung und Verstoß gegen das Kunsturhebergesetz ermittelt.
Am Freitagnachmittag stürzte außerdem eine 53-jährige Italienerin mit ihrem Fahrrad an der Kreuzung Maximilianstraße Ecke Am Kosttor ohne Fremdbeteiligung und erlitt schwere Kopfverletzungen. Sie trug keinen Helm und musste stationär behandelt werden. Die Verkehrspolizei betont, dass Fahrradhelme Kopfverletzungen oft vermeiden oder das Ausmaß verringern können.