In der vergangenen Woche standen für die bayerische Polizei zwei Todesfälle durch Gewalt im Mittelpunkt: In Herrsching kam ein 40-jähriger Afghane bei einem Messerangriff ums Leben, in München wurde ein zweiter Verdächtiger nach einem tödlichen Angriff in der Altstadt festgenommen. Daneben führte eine Großrazzia in Augsburg zu neun Festnahmen wegen Drogenhandels.
Der schwerste Vorfall ereignete sich am Mittwoch, 3. Juni, in einer Asylbewerberunterkunft in Herrsching (Landkreis Starnberg). Ein 40-jähriger Afghane kam bei einem Messerangriff ums Leben, nachdem ein 26-jähriger Landsmann ein Messer zog und mehrfach auf sein Gegenüber einstach. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen an Brust und Kopf und starb trotz Reanimationsversuchen im Krankenhaus. Der Tatverdächtige sitzt seit Donnerstag in Untersuchungshaft. Mehr dazu
In München nahm die Polizei am Mittwoch einen zweiten Tatverdächtigen nach einem tödlichen Angriff in der Altstadt fest. Der 23-jährige Deutsche aus der Städteregion Aachen soll einem bereits am Boden liegenden 45-jährigen Mazedonier einen Fußtritt gegen den Kopf versetzt haben. Die Gewalttat hatte sich bereits am 31. Januar in der Sonnenstraße ereignet, das Opfer starb trotz sofortiger medizinischer Versorgung. Mehr dazu
Bei einer großangelegten Razzia in Augsburg nahm die Kriminalpolizei am Dienstag neun Personen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz fest. Die Beamten durchsuchten zeitgleich 16 Objekte in Augsburg, Memmingen und im Landkreis Augsburg. Die neun Festgenommenen im Alter von 16 bis 37 Jahren wurden den zuständigen Ermittlungsrichtern am Amtsgericht Augsburg vorgeführt. Mehr dazu
Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Landstraße zwischen Marktschorgast und Wirsberg kam am Sonntagmittag ein 40-jähriger Mann aus Bad Berneck ums Leben. Die beiden Fahrzeuge kollidierten bei einem Überholmanöver, kamen von der Fahrbahn ab und prallten gegen einen Baum. Der 40-jährige Bad Bernecker erlitt dabei tödliche Verletzungen, ein 47-Jähriger wurde leicht verletzt. Mehr dazu
In München nahmen Ermittler des Kommissariats 13 am Mittwoch einen 23-jährigen Deutschen wegen schwerer Brandstiftung fest. Der Mann soll für zwei Brandanschläge verantwortlich sein: Am 26. Mai verletzte ein Brand auf der Terrasse eines Mehrfamilienhauses in Laim eine 73-jährige Bewohnerin, bereits am 21. Mai war ein Wohngebäude in Sendling gegen 3:05 Uhr in Brand gesetzt worden. Bei den Ermittlungen wies die Polizei die Verwendung von Brandbeschleuniger nach. Mehr dazu
Zwei SEK-Einsätze beschäftigten die bayerische Polizei: In Roßtal im Landkreis Fürth nahm das Spezialeinsatzkommando am Dienstagvormittag einen 16-jährigen Deutschen fest, der in einem Mehrfamilienhaus mit einer Schusswaffe gedroht hatte. Drei Personen konnten das Gebäude unverletzt verlassen und alarmierten die Polizei. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
In der zurückliegenden Woche registrierte die bayerische Polizei mehrere schwere Gewaltdelikte mit Messern und Schusswaffen. In Nürnberg wurde am späten Mittwochabend ein 17-jähriger Syrer durch einen Messerstich schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt – ein gleichaltriger deutsch-türkischer Tatverdächtiger sitzt in Untersuchungshaft. Bei einem Messerangriff in einer Asylunterkunft in Herrsching starb ein 40-jähriger Afghane. In Roßtal bedrohte ein 16-Jähriger andere Hausbewohner mit einer Schreckschusswaffe, bevor ihn das SEK festnahm. In Vilsbiburg griff ein 40-Jähriger in einem Schnellrestaurant zu zwei Messern und löste einen Polizeieinsatz aus. Außerdem bedrohte ein 15-Jähriger in Arnstorf eine Supermarkt-Kassiererin mit einem Messer bei einem versuchten Raub.