Mehrere Demonstrationen in Braunschweig: 1240 Teilnehmer bei Versammlungen am Samstag

(Symbolbild)

In Braunschweig haben am Samstag mehrere politische Versammlungen mit insgesamt über 1240 Teilnehmern stattgefunden. Die größte Demonstration war eine Kundgebung des Bündnisses gegen Rechts mit der Bezeichnung „Wir für eine solidarische Stadt gegen Reichsbürger*innen!“ auf dem Schlossplatz, die in der Spitze 620 Teilnehmer zählte.

Parallel dazu fand „Das 8. Große Treffen der Bundesstaaten. Frieden, Freiheit, Souveränität, Heimat und Weltfrieden“ statt. Diese Versammlung setzte sich um 13:00 Uhr zu einem angemeldeten Aufzug vom Schlossplatz aus in Bewegung – mit 360 Teilnehmern.

Eine weitere Demonstration der Studierenden gegen Rechts startete um 11:50 Uhr am Hauptbahnhof und erreichte um 12:40 Uhr ohne Zwischenfälle mit rund 240 Personen den Schlossplatz. Zusätzlich versammelten sich um 12:45 Uhr etwa 50 Personen in der Nähe des Gewerkschaftshauses in der Wilhelmstraße zu einer Spontanversammlung bis etwa 14:00 Uhr. Daraus entwickelte sich um 13:20 Uhr eine weitere spontane Versammlung mit 15 Teilnehmern auf der Straße, die von der Polizei auf die Nutzung des Gehweges beschränkt wurde.

Während des Aufzugs des „Treffens der Bundesstaaten“ kam es vereinzelt zu Versuchen, die Aufzugsstrecke zu blockieren und die Demonstration zu stören. Die begleitenden Polizeibeamten konnten die Störungen durch Abdrängen der Personen verhindern.

Als die Versammlung um 14:45 Uhr wieder den Schlossplatz erreichte, beschädigte ein ehemaliger Teilnehmer der Versammlung des Bündnisses gegen Rechts ein Plakat. Gegen den Täter wurde ein Verfahren eingeleitet und er erhielt einen Platzverweis. Während der anschließenden Redebeiträge kam es am Rand der Versammlung zu einer Beleidigung und Körperverletzung zum Nachteil eines Teilnehmers des „Treffens der Bundesstaaten“. Eine Solidarisierung von etwa 30 unbeteiligten Personen wurde von den Einsatzbeamten unterbunden und ein Verfahren eingeleitet.

Alle Versammlungen waren gegen 18:15 Uhr ohne weitere Vorkommnisse beendet. Gesamteinsatzleiter Thomas Bodendiek zeigte sich zufrieden mit dem Einsatzverlauf: „Das hohe Gut der Versammlungsfreiheit konnte durch das polizeiliche Einsatzkonzept gewährleistet werden. Mein Dank gilt den Einsatzkräften, die taktisch verantwortungsbewusst agiert haben.“