Ein 58-jähriger Deutscher aus Nordhessen ist nach jahrelanger internationaler Fahndung in Ägypten festgenommen und nach Deutschland überstellt worden. Gegen ihn lagen drei Haftbefehle wegen Steuerhinterziehung und Betrugs vor.
Am 1. Februar 2026 nahmen ägyptische Polizisten den Mann am Flughafen in Hurghada fest. Die Festnahme erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Osthessen. Der ursprünglich aus Nordhessen stammende Deutsche war seit Jahren über seinen Aufenthaltsort unbekannt gewesen.
Dem 58-Jährigen wird vorgeworfen, bereits seit 2020 als Geschäftsführer eines Unternehmens einen hohen fünfstelligen Darlehensbetrag einer Privatperson für private Zwecke missbräuchlich verwendet zu haben. Gegen ihn lagen insgesamt drei Haftbefehle vor – zwei der Staatsanwaltschaft Kassel sowie einer des Amtsgerichtes Alsfeld.
Die Fahndung war das Ergebnis intensiver internationaler Zusammenarbeit. Polizisten der Kriminalpolizei Fulda arbeiteten dabei mit dem Bundesamt für Justiz, dem Auswärtigen Amt, dem Bundeskriminalamt sowie den ägyptischen Behörden zusammen, um den Gesuchten ausfindig zu machen.
Der oberste ägyptische Gerichtshof ordnete am 20. April 2026 die Auslieferungshaft für den 58-Jährigen an. Am 29. April 2026 wurde er nach Deutschland überstellt und einem Haftrichter am Amtsgericht in Frankfurt am Main vorgeführt. Dieser setzte die Haftbefehle in Vollzug und ordnete Untersuchungshaft an. Der Mann wurde daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Die Staatsanwaltschaften Kassel und Gießen behalten sich weitere Angaben zu dem Fall vor.