Am Münchener Hauptbahnhof hat am Dienstagnachmittag ein 40-jähriger Slowene Bundespolizisten angegriffen und sich heftig gegen ihre Maßnahmen gewehrt. Die Staatsanwaltschaft München ordnete eine Blutentnahme und eine Vorführung beim Haftrichter an.
Gegen 13:40 Uhr informierte die Bahnhofsmission die Bundespolizei über den 40-jährigen slowenischen Staatsangehörigen, der bereits mehrfach gegen ein bestehendes Hausverbot verstoßen hatte. Als die Polizisten eintrafen, rauchte der Mann vor den Räumen der Hilfsorganisation. Der Aufforderung, das Rauchen einzustellen, kam er nicht nach. Gegen die weiteren polizeilichen Maßnahmen wehrte er sich heftig und versuchte zudem, einen Beamten mit einem Kopfstoß anzugreifen.
Die Beamten fesselten ihn daraufhin und brachten ihn zur Dienststelle. Dabei versuchte er erneut, einem Bundespolizisten einen Kopfstoß zu versetzen. Eine Beamtin verletzte sich bei den Maßnahmen leicht, blieb aber weiterhin dienstfähig. Ein freiwillig durchgeführter Alkoholtest ergab bei dem in Deutschland wohnsitzlosen Mann einen Wert von 0,86 Promille. Zudem fiel ein Drogen-Schnelltest positiv aus.
Bereits am Donnerstagvormittag war der 40-Jährige durch eine körperliche Auseinandersetzung in der Bahnhofsmission aufgefallen. Er soll einen 37-jährigen Sicherheitsmitarbeiter ins Gesicht geschlagen haben, nachdem dieser ihn wegen des Hausverbots der Bahnhofsmission verwies. Nach kurzer Flucht wurde er von Bundespolizisten in der Nähe gestellt. Gegen seine Festnahme wehrte er sich ebenfalls und versuchte, die Beamten anzugreifen.
Die Bundespolizei ermittelt wegen tätlichen Angriffs, Widerstands, Hausfriedensbruchs und des Verdachts der Körperverletzung.