München: Graffiti an Synagoge – 26-Jähriger festgenommen

(Symbolbild)

Ein 26-jähriger Mann aus dem Landkreis Starnberg ist am Mittwochabend von Polizisten dabei beobachtet worden, wie er Graffiti an das Tor der Synagoge in der Reichenbachstraße sprühte. Die Beamten nahmen ihn gegen 23:55 Uhr vorläufig fest.

Vor seiner Festnahme warf der Deutsche noch einen Stift zu Boden, mit dem er zwei unleserliche Schriftzüge in silberner Schrift auf das Tor gemalt hatte – einen etwa 60 mal 40 Zentimeter großen und einen weiteren von etwa 20 mal 80 Zentimetern. Die Polizei stellte den Stift sicher und zeigte den Mann wegen Sachbeschädigung an. Nach der polizeilichen Bearbeitung wurde er wieder entlassen. Das Kommissariat 44 ermittelt weiter.

In einem anderen Fall konnte die Münchner Polizei einen Tatverdächtigen nach einem Raubdelikt vom 27. Mai ermitteln. Ein 36-jähriger Ukrainer hatte versucht, einer 42-Jährigen ihre Handtasche zu entreißen. Das Kommissariat 21 vernahm ihn und zeigte ihn wegen der Tat an. Auch er wurde nach der Bearbeitung wieder entlassen.

In Unterschleißheim verletzte sich am Donnerstagnachmittag ein 29-jähriger Augsburger, als er Kraftstoff aus einem Audi abpumpen wollte. Dabei entstand gegen 15:40 Uhr ein Brand an dem Fahrzeug. Der Mann hatte eine Pumpe verwendet, die mit einem Akkuschrauber betrieben wurde. Passanten alarmierten die Feuerwehr und löschten das Feuer bereits vor deren Eintreffen mit einem Feuerlöscher. Der 29-Jährige wurde mit Brandverletzungen an den Unterarmen in ein Krankenhaus gebracht. An dem Auto entstand ein Totalschaden von mehreren tausend Euro.

Ein ungewöhnlicher Diebstahl ereignete sich bereits in der Nacht zum 4. Juni in Unterhaching: Drei Männer stahlen zwei Wohnanhänger – einer davon, während ein 43-Jähriger darin schlief. Als der Deutsche aus dem Landkreis München in seinem Wohnanhänger übernachtete, hängten die Täter das Fahrzeug an ihr Auto und fuhren los. Der 43-Jährige wachte auf und rief die Polizei. Die Beamten fanden die Diebe noch in der Albert-Schweitzer-Straße mit beiden gestohlenen Wohnwagen im Wert von insgesamt 15.000 Euro. Bei den Festgenommenen handelt es sich um einen 43-jährigen Deutschen aus dem Landkreis Weilheim-Schongau sowie zwei Ungarn (28 und 45 Jahre) ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Der 45-Jährige fuhr zudem ohne Führerschein. Alle drei kamen in Untersuchungshaft.

In der Maxvorstadt belästigte ein Mann am Donnerstagnachmittag eine 34-jährige Fußgängerin sexuell. Gegen 16:30 Uhr stellte sich der Unbekannte der Frau in der Görresstraße mehrfach in den Weg und berührte sie unsittlich am Oberkörper. Die 34-Jährige rief die Polizei, die den Tatverdächtigen in der Nähe festnahm. Da seine Identität nicht feststellbar war, kam er in Polizeigewahrsam. Die Staatsanwaltschaft entscheidet über Untersuchungshaft.

Erfolg hatte die Polizei bei der Bekämpfung von Callcenter-Betrug: Ein über 80-jähriger Münchner erhielt am Donnerstag einen Schockanruf, bei dem sich der Anrufer als Staatsanwalt ausgab. Angeblich habe sein Enkel einen schweren Verkehrsunfall verursacht und könne nur gegen eine hohe Kaution freigelassen werden. Der Senior erkannte den Betrug, informierte die Polizei und spielte mit. Bei der vermeintlichen Übergabe von Bargeld im niedrigen fünfstelligen Bereich und zweistelliger Anzahl Goldmünzen nahmen die Beamten gegen 17:00 Uhr den Abholer fest – einen 32-jährigen Polen ohne festen Wohnsitz. Er wird einem Haftrichter vorgeführt.

Für den 17. Juni plant das Polizeipräsidium München einen Aktionstag zur Verkehrssicherheit am Marienplatz. Von 11:00 bis 18:30 Uhr werden Polizei und Mobilitätsreferat über die Gefahren von Geschwindigkeitsüberschreitungen informieren. Im vergangenen Jahr starben sechs Menschen bei Geschwindigkeitsunfällen im Zuständigkeitsbereich der Münchner Polizei, weitere 47 Verkehrsteilnehmer wurden schwer verletzt. Gezeigt wird unter anderem ein Unfallwrack aus einem illegalen Autorennen. Bei „Popcorn with a Cop“ können Bürger bei kostenlosem Popcorn mit Polizisten ins Gespräch kommen.

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