München: Jugendliche überfallen 60-Jährigen mit Schlagstock – drei Festnahmen

(Symbolbild)

Drei Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren haben am Dienstag einen 60-jährigen Mann in München-Schwabing überfallen und mit einem Schlagstock bedroht. Die Polizei konnte alle drei Tatverdächtigen noch am selben Tag festnehmen.

Der Überfall ereignete sich am 12. Mai gegen 17:45 Uhr in einer Unterführung am Hofreiterweg. Die drei deutschen Staatsangehörigen mit Wohnsitzen in München griffen nach der Umhängetasche des 60-Jährigen aus dem Landkreis München. Einer der Angreifer zog einen Schlagstock hervor und hob ihn drohend nach oben. Sie forderten den Mann auf, seine Tasche zu übergeben.

Der 60-Jährige wehrte sich gegen den Angriff und konnte den Schlagstock an sich nehmen. Daraufhin entfernten sich die drei Täter ohne Beute vom Tatort. Bei der Auseinandersetzung ging der Mann zu Boden und wurde an einem Bein verletzt. Eine zufällig vorbeilaufende Joggerin half ihm beim Aufstehen. Anschließend alarmierte er über den Notruf 110 die Polizei.

Die Münchner Polizei leitete sofort umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein, an denen über zehn Streifen beteiligt waren. Der verletzte 60-Jährige wurde vom Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Bei den Fahndung konnten die drei Tatverdächtigen in der Umgebung festgestellt und vorläufig festgenommen werden. Sie wurden wegen des versuchten Raubdelikts angezeigt. Nach Fingerabdrücken und Fotos wurden sie ihren Sorgeberechtigten übergeben.

Das Kommissariat 21 hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Die Polizei sucht insbesondere nach der bislang unbekannten Joggerin, die dem Opfer geholfen hat, sowie nach weiteren Zeugen, die im angegebenen Zeitraum im Bereich des Hofreiterwegs etwas Verdächtiges beobachtet haben.

In zwei weiteren Fällen ermittelt die Münchner Polizei gegen falsche Handwerker, die in Taufkirchen ältere Menschen betrogen haben. Am Montag, 11. Mai, klingelten gegen 14:00 Uhr zwei unbekannte Männer bei einem über 90-Jährigen. Sie gaben vor, von der Gemeinde beauftragte Handwerker zu sein, die Thermostate und das Dach überprüfen sollten. Während einer der Täter die Anwesenden ablenkte – auch eine Pflegekraft war im Haus – durchsuchte der andere die Räume nach Wertgegenständen. Die möglichen entwendeten Gegenstände konnten noch nicht sicher festgestellt werden.

Etwa eine Stunde später, gegen 15:00 Uhr, klingelte ein unbekannter Mann bei einer über 80-Jährigen in derselben Nachbarschaft. Er gab vor, Handwerker zu sein und Arbeiten am Dach durchführen zu wollen. Später kam ein zweiter Mann hinzu, der sich als Vorgesetzter ausgab. Für ihre angeblichen Arbeiten verlangten sie mehrere tausend Euro, die die Frau auch bezahlte. Erst am Abend stellte sie fest, dass keine Arbeiten verrichtet wurden und ihre Räume nach Wertgegenständen durchsucht worden waren. Nach aktuellem Ermittlungsstand wurde Schmuck im Wert von über tausend Euro gestohlen.

Die Polizei beschreibt die Täter des ersten Falls folgendermaßen: Der erste ist etwa 50 Jahre alt, 170 Zentimeter groß, von südosteuropäischem Erscheinungsbild mit schwarzen Haaren und sprach akzentfrei Deutsch. Der zweite ist circa 18 Jahre alt, 180 Zentimeter groß mit kurzen schwarzen Haaren und trug eine lange Cargohose mit Zollstock in der Hosentasche sowie ein T-Shirt.

Das Kommissariat 55 hat in beiden Fällen die Ermittlungen übernommen. Die Polizei sucht Zeugen, die zu den angegebenen Zeiten im Bereich der Rosenstraße, Tulpenstraße, Edelweißstraße, Flurweg, Hohenbrunner Weg, Enzianweg und Dorfstraße in Taufkirchen verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben. Die Kriminalpolizei warnt ältere Menschen dringend davor, angebliche Handwerker in die Wohnung zu lassen, wenn keine entsprechenden Arbeiten anberaumt sind.

Die Polizei München korrigierte außerdem eine frühere Meldung über einen Unfall auf dem Frühlingsfest: Bei dem Unfall am 25. April auf der Theresienwiese, bei dem eine 23-jährige Österreicherin schwer verletzt wurde, lagen entgegen der ursprünglichen Meldung zu keinem Zeitpunkt Anhaltspunkte für eine Alkoholisierung der Verunglückten vor. Das Kommissariat 13 führt weiterhin die Ermittlungen.

Eine 41-jährige Münchnerin, die am 12. Mai einen schweren Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen verursacht hatte, ist einen Tag später im Krankenhaus an ihren Verletzungen gestorben. Die Münchner Verkehrspolizei führt weiterhin die Ermittlungen zu dem Unfall, der sich gegen 5:40 Uhr ereignet hatte.

In der Nacht zum Donnerstag lieferte sich ein 20-jähriger Münchner eine Verfolgungsjagd mit der Polizei und verursachte dabei mehrere Unfälle. Gegen 0:20 Uhr wollte eine Streife den VW-Fahrer auf der Wasserburger Landstraße zu einer allgemeinen Verkehrskontrolle anhalten. Stattdessen erhöhte der junge Mann die Geschwindigkeit und flüchtete. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit und der Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer konnten die Polizisten dem Fahrzeug nicht durchgehend folgen.

Im Bereich eines Sportgeländes am Rotkehlchenweg durchbrach der 20-Jährige mit dem Auto den Zaun und fuhr auf den Sportplatz. Anschließend kollidierte er im Bereich des Stieglitzwegs mit einer Grundstücksmauer, wodurch das Fahrzeug vor eine Garagenzufahrt geschleudert wurde. Dabei entstand Sachschaden an einem Zaun und weiteren geparkten Fahrzeugen. Der VW wurde ebenfalls beschädigt.

Der Fahrer entfernte sich zu Fuß vom Unfallort. Zur Fahndung wurden ein Hubschrauber und ein Diensthund angefordert. Er konnte später unter einem geparkten Fahrzeug liegend entdeckt werden, flüchtete aber erneut zu Fuß. Ein Diensthundeführer mit Hund verfolgte ihn und konnte ihn stellen. Bei der Festnahme wehrte er sich und trat in Richtung des Hundes. Der Hund reagierte auf die Bedrohung und der 20-Jährige erlitt mehrere oberflächliche Bisswunden.

Er wurde vom Rettungsdienst ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Da er alkoholisiert wirkte und Verdacht auf andere berauschende Mittel bestand, wurde eine Blutprobe angeordnet. Nach der Blutentnahme und medizinischen Behandlung wurde er wieder entlassen. Sein Führerschein und der VW wurden sichergestellt. Er wurde wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens und unerlaubten Entfernens vom Unfallort angezeigt. Über zehn Streifen waren an dem Einsatz beteiligt. Der Gesamtschaden wird auf mehrere zehntausend Euro geschätzt.

Am Mittwoch stürzte ein 62-jähriger Radfahrer in der Kapuzinerstraße schwer. Gegen 15:45 Uhr fuhr er stadtauswärts auf dem Radweg, der aufgrund einer Baustelle anders geführt wird. Diese Verkehrsführung ist durch gelbe Fahrbahnmarkierungen und Warnbaken gekennzeichnet. Beim Überholen eines anderen Radfahrers berührte er mit dem Lenker eine Warnbake und stürzte. Er wurde schwer verletzt und musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden.

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