Nach einem tödlichen Angriff in der Münchner Altstadt hat die Polizei einen zweiten Tatverdächtigen festgenommen. Der 23-jährige Deutsche aus der Städteregion Aachen wurde am Mittwoch widerstandslos festgenommen und soll noch am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt werden.
Die Gewalttat ereignete sich bereits am 31. Januar gegen 2:06 Uhr in der Sonnenstraße. Ein 45-jähriger Mazedonier mit Wohnsitz in München war dort auf zwei unbekannte Männer getroffen. Einer der Täter schlug dem Mann unvermittelt mit der Faust gegen den Kopf, woraufhin dieser bewusstlos zu Boden ging. Der bereits am Boden liegende 45-Jährige erhielt anschließend einen Fußtritt gegen den Kopf – diese Tat soll der nun festgenommene 23-Jährige begangen haben.
Trotz sofortiger medizinischer Versorgung durch den Rettungsdienst und späterer Behandlung im Krankenhaus verstarb das Opfer am 4. Februar. Bereits am 18. Februar war ein erster Tatverdächtiger festgenommen worden – ein 21-jähriger Deutscher mit Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen, der den entscheidenden Faustschlag ausgeführt haben soll.
Das Kommissariat 11 führt die Ermittlungen in dem Fall und arbeitet weiter an der Aufklärung der tödlichen Gewalttat.
Ebenfalls beschäftigte die Münchner Polizei diese Woche ein versuchter Katalysator-Diebstahl in Trudering-Riem. Ein aufmerksamer Zeuge meldete am Dienstag gegen 3 Uhr morgens Geräusche eines Winkelschleifers über den Notruf. Die Polizei konnte daraufhin einen 37-jährigen Bulgaren aus dem Landkreis Ebersberg in seinem Auto sitzend antreffen. In der Nähe lag ein kürzlich benutzter Winkelschleifer, und an einem Fahrzeug war offensichtlich versucht worden, den Katalysator abzutrennen. Der Mann wurde vorläufig festgenommen, nach den polizeilichen Maßnahmen aber wieder entlassen. Der Schaden am betroffenen Fahrzeug liegt im niedrigen dreistelligen Eurobereich.
Bei einem schweren Verkehrsunfall in Giesing wurde am Mittwoch ein 87-jähriger Radfahrer schwer verletzt. An der Kreuzung Chiemgaustraße/Balanstraße kollidierte er mit dem Auto eines 85-jährigen Türken, der die Kreuzung geradeaus überqueren wollte. Der Radfahrer, der keinen Helm trug, wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die Münchner Verkehrspolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Fahrradhelme Kopfverletzungen oft vermeiden oder zumindest das Verletzungsausmaß verringern können.
In Neuhausen-Nymphenburg kam es zu einem Unfall zwischen einer E-Scooter-Fahrerin und einer Radfahrerin. Eine 34-jährige Thailänderin fuhr mit ihrem E-Scooter auf der Nederlinger Straße, als eine unbekannte Radfahrerin nach links in die Zamboninistraße abbiegen wollte. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, bremste die E-Scooter-Fahrerin stark ab, stürzte und verletzte sich. Die unbekannte Radfahrerin verließ unerlaubt die Unfallstelle. Die Polizei sucht Zeugen und insbesondere die beteiligte Radfahrerin.
Einen ungewöhnlichen Einsatz gab es im U-Bahn-Tunnel in Giesing: Ein U-Bahn-Fahrer der Linie U8 bemerkte kurz nach der Einfahrt in den Tunnel eine Person neben dem Gleisstrang und leitete eine Schnellbremsung ein. Die Einsatzkräfte fanden einen schlafenden 15-jährigen Deutschen aus dem Landkreis Altötting in einem Versorgungsgang. Er war unverletzt, stand aber unter dem Einfluss von Drogen und verhielt sich unkooperativ. Der Jugendliche erhält eine Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
Die Münchner Verkehrspolizei bietet am 11. Juni einen kostenlosen Sicherheitskurs für Senioren an. Das Training richtet sich an Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer ab 65 Jahren und soll helfen, kritische Verkehrssituationen zu erkennen und zu bewältigen. Ergänzt wird der Kurs durch Kriminalprävention mit Informationen über Trickbetrügerei. Anmeldungen sind unter 089/6216-3616 oder per E-Mail an verkehrserziehung.muenchen@polizei.bayern.de möglich.