Bei zwei großangelegten Verkehrskontrollen auf der A2 hat die Autobahnpolizei Bielefeld insgesamt 130 Fahrzeuge überprüft und 95 Verstöße festgestellt. Fünf Lkw-Fahrern wurde die Weiterfahrt aufgrund gravierender technischer Mängel oder mangelnder Ladungssicherung untersagt.
Die Kontrollen fanden am Donnerstag, 30. April, und Dienstag, 5. Mai, auf dem Rastplatz Fuchsgrund und der Raststätte Gütersloh Nord statt. Beteiligt waren neben der Polizei auch Mitarbeiter des Hauptzollamts Bielefeld aus der Finanzkontrolle Schwarzarbeit und der Kontrolleinheit Verkehr, das Bundesamt für Logistik und Mobilität, das Veterinäramt und Lebensmittelkontrolleure des Kreises Gütersloh, die Bezirksregierung Detmold aus dem Bereich Arbeitsschutz und Abfallwirtschaft sowie Reisebuskontrolleure.
Besonders schwerwiegend waren die Mängel bei einem litauischen Sattelzug auf dem Rastplatz Fuchsgrund. Die Achse am Auflieger war an mehreren Stellen stark durchgerostet und konnte die erforderliche Tragfähigkeit nicht mehr gewährleisten. Der Container musste auf einen anderen Anhänger umgeladen werden. Zusätzlich stellte sich heraus, dass der Fahrer einen gefälschten ukrainischen Führerschein mit sich führte. Er zahlte vor Ort eine Sicherheitsleistung von 600 Euro für die eingeleiteten Strafverfahren wegen Urkundenfälschung und Fahren ohne Fahrerlaubnis. Gegen die deutsche Halterfirma des Aufliegers wurde ebenfalls ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Einem 43-jährigen polnischen Sattelzug-Fahrer wurde die Weiterfahrt untersagt, weil Gefahrgutbehälter auf der Ladefläche nicht ordnungsgemäß gesichert waren. Das Transportunternehmen musste ein Ersatzfahrzeug zum Kontrollort entsenden, da der Fahrer mit dem vorhandenen Material keine korrekte Ladungssicherung herstellen konnte. Er zahlte eine Sicherheitsleistung von 2000 Euro. Gegen vier weitere für die Verladung verantwortliche Personen wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Auf der Raststätte Gütersloh-Nord stoppten die Beamten einen weiteren polnischen Sattelzug aufgrund erheblicher technischer Mängel. Die Bremsbeläge des Aufliegers waren komplett verschlissen, der Druckluftbehälter der Bremse weitestgehend durchgerostet und ein Stoßdämpfer wies Löcher auf. Die Halterfirma wurde angehalten, eine Reparaturwerkstatt mit dem Austausch der defekten Teile zu beauftragen.
Die Mehrzahl der insgesamt 95 festgestellten Verstöße betraf Sozialvorschriften aufgrund von Nichteinhaltung der Lenk- und Ruhezeiten. Daneben wurden zahlreiche Verstöße bei der Ladungssicherung dokumentiert. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls ahndete auf der Raststätte Gütersloh-Nord zusätzlich acht Verstöße im Bereich der illegalen Beschäftigung.