Ein 20-jähriger Autobesitzer aus Norddeutschland ist am Sonntagnachmittag in der Kasseler Innenstadt Opfer einer rassistischen Attacke geworden. Ein unbekannter Täter ritzte ein Hakenkreuz in die Tür seines geparkten schwarzen Suzuki und beschädigte die Stoßstange durch Fußtritte.
Der Vorfall ereignete sich gegen 16:20 Uhr auf dem Parkplatz des Kasseler Rathauses in der Oberen Karlsstraße. Der 20-Jährige hatte sein Fahrzeug dort vorschriftsmäßig abgestellt, als ihn ein fremder Mann ansprach. Dieser warf ihm auf aggressive Weise vor, dass er dort nicht parken dürfe und beleidigte ihn dabei rassistisch. Trotz der Anfeindungen ließ der junge Mann sein Auto stehen und ging zu Fuß in die Stadt.
Als er etwa 20 Minuten später zu seinem Fahrzeug zurückkehrte, entdeckte er ein etwa 20×20 Zentimeter großes Hakenkreuz, das in den Lack der Fahrertür geritzt worden war. Zusätzlich war der hintere Stoßfänger mutmaßlich durch Fußtritte beschädigt worden. Eine hinzugerufene Streife des Polizeireviers Mitte nahm den Fall auf.
Aufgrund des erkennbar politischen Motivs führt die Kriminalinspektion Staatsschutz des Polizeipräsidiums Nordhessen die weiteren Ermittlungen. Der unbekannte Mann wird als etwa 40 Jahre alt und 1,75 Meter groß beschrieben. Er hatte kurzes blondes Haar und einen Drei-Tage-Bart, trug ein braunes Oberteil sowie eine Jeanshose und hatte ein schwarzes Fahrrad bei sich.
Die Kasseler Kriminalpolizei bittet Zeugen, die Hinweise zu dem Vorfall oder dem beschriebenen Mann geben können, sich unter der Telefonnummer 0561-9100 zu melden.