Ein 33-jähriger Mann ist am Dienstagmorgen am Hamburger Hauptbahnhof festgenommen worden, nachdem er beim Rauchen im Eingangsbereich einer Polizeistreife aufgefallen war. Bei der Überprüfung seiner Personalien um 6.30 Uhr stellte sich heraus, dass gegen den deutschen Staatsangehörigen seit Mitte April ein Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichts Hamburg vorlag.
Der Mann steht unter dem Verdacht, im März 2025 versucht zu haben, eine Bäckerei am Bahnsteig des Bahnhofs Hamburg Dammtor durch Brandstiftung ganz oder teilweise zu zerstören. Eine Zeugin konnte das Feuer damals mit mitgeführten Wasserflaschen löschen, bevor größerer Schaden entstehen konnte.
Die Untersuchungshaft war verhängt worden, weil der Angeklagte im Januar 2026 trotz ordnungsgemäßer Ladung ohne Entschuldigung nicht zur Hauptverhandlung erschienen war. Auch zu einem weiteren Verhandlungstermin konnte ihn die Polizei nicht vorführen, da er „untergetaucht“ war und sich nicht an seiner Wohnadresse befand.
Nach der Festnahme brachten die Beamten den polizeibekannten Mann zum Bundespolizeirevier am Hauptbahnhof. Ein hinzugerufener Arzt stellte seine Gewahrsamsfähigkeit fest. Anschließend wurde der 33-Jährige in die Untersuchungshaftanstalt überstellt.