Sachsen kämpft mit extremer Dürre: Bodenfeuchte erreicht kritische Werte

Die aktuelle Dürrekarte des UFZ Helmholtz-Zentrums zeigt eine besorgniserregende Entwicklung für Sachsen: Große Teile des Bundeslands sind von mittlerer bis extremer Dürre betroffen. Besonders dramatisch stellt sich die Situation in den zentralen und östlichen Regionen dar, wo der Soil Moisture Index (SMI) tiefrot eingefärbt ist und auf außergewöhnliche Dürrebedingungen hinweist.

Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Am stärksten betroffen sind die Gebiete um Dresden, Chemnitz und die Lausitz, wo die Bodenfeuchtewerte kritische Tiefststände erreichen. Auch große Teile Nordwest- und Mittelsachsens zeigen deutliche Dürrezeichen. Etwas besser, aber immer noch problematisch, ist die Lage im äußersten Süden und vereinzelten westlichen Gebieten des Freistaats, wo die Karte orange bis gelbe Färbungen zeigt – ein Zeichen für moderate Trockenheit.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen mit durchschnittlich 16,6 Millimetern Niederschlag zwar messbare Regenfälle, doch diese reichen bei weitem nicht aus, um die tieferliegenden Bodenschichten zu erreichen und die Dürresituation nachhaltig zu entspannen. Auch die angekündigten 13,8 Millimeter Regen für die kommenden drei Tage werden die roten Alarmzonen auf der Dürrekarte nicht sofort grün färben können – denn oberflächliche Niederschläge versickern zunächst nur in den oberen Zentimetern und benötigen Zeit, um in tiefere Erdschichten vorzudringen.

Für die sächsische Landwirtschaft bedeutet diese Situation eine erhebliche Belastung. Besonders Wintergetreide und Raps könnten in ihrer Entwicklungsphase beeinträchtigt werden. Auch die Waldbrandgefahr steigt in den betroffenen Gebieten deutlich an. Wasserversorger müssen verstärkt auf Tiefbrunnen und alternative Quellen zurückgreifen, während Gärtner und Landwirte bereits über zusätzliche Bewässerungsmaßnahmen nachdenken müssen.

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